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Transparenz wird im Agentic Enterprise zum Schlüssel für Erfolg

11. Okt.
3 Min. Lesezeit

Für Manuela Mohr-Zydek, Country Lead von Salesforce Österreich, hat die Transformation der heimischen Unternehmen zum Agentic Enterprise volle Fahrt aufgenommen. Die Herausforderungen, die sich nun bei der Umsetzung stellen, gilt es vor allem für Führungskräfte zu meistern. Dafür braucht es nicht nur effektive Werkzeuge, sondern auch intensives Change Management.



Foto: Salesforce Österreich / Martin Hörmandinger
Foto: Salesforce Österreich / Martin Hörmandinger

Agentic Enterprise ist längst kein Thema mehr, um das man sich in der Zukunft kümmern muss – die Transformation zu einer Organisation, in der KI-Agenten und Menschen als Team zusammenarbeiten, ist in vielen Unternehmen längst auf vollen Touren angelaufen. Umso mehr gilt es, die Herausforderungen zu meistern, die sich bei der Umsetzung in der Praxis jetzt stellen.

Kaum jemand kennt diese Herausforderungen hierzulande besser als Manuela Mohr-Zydek, Country Lead bei Salesforce Österreich. Als Trusted Advisor unterstützt der Technologie-Leader die heimischen Unternehmen mit effektiven Werkzeugen und hochkarätiger Expertise auf dem Weg zum Agentic Enterprise. Dabei fungiert man ganz gezielt auch als Partner für die Führungskräfte – die nun gefordert sind, diesen Weg für die Mitarbeiter:innen vorzubereiten.


Frau Mohr-Zydek, warum gewinnt das Thema Agentic Enterprise nun solch eine zentrale Bedeutung?

Die Zusammenarbeit von Menschen und KI ist für Unternehmen zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor geworden. Nur wer das Potenzial von KI konsequent nutzt, kann den steigenden Kostendruck durch intelligente Automatisierung bewältigen und dem Fachkräftemangel mit skalierbaren digitalen Arbeitskräften begegnen. Gleichzeitig verändert der Einsatz von KI die Art und Weise, wie wir arbeiten. Der klassische Lebenslauf verliert an Aussagekraft, weil sich Berufsbilder schneller verändern als jemals zuvor. Nicht nur die Erfahrung von gestern zählt, sondern auch die Lernfähigkeit von morgen. Diese Entwicklung hat weitreichende Konsequenzen für Führungskräfte. Sie müssen nicht nur technologische Veränderungen begleiten, sondern auch Rahmenbedingungen schaffen, in denen Menschen und intelligente Systeme erfolgreich zusammenarbeiten.

 

Welche Aspekte sind bei dieser Entwicklung nun die großen Herausforderungen?

Eine der größten Herausforderungen besteht darin, Akzeptanz und Vertrauen für die Transformation zum Agentic Enterprise innerhalb der Belegschaft aufzubauen. Vertrauen entsteht durch Transparenz – auch dann, wenn noch nicht alle Antworten vorliegen.

Menschen akzeptieren Veränderungen leichter, wenn sie verstehen, warum sie notwendig sind. Als Trusted Advisor bei der Transformation zum Agentic Enterprise bieten wir unseren Partnern und Kunden zahlreiche kostenlose Schulungen auf unserer Plattform Trailhead. Außerdem haben wir kürzlich unser neues AI Fluency Playbook veröffentlicht – ein  praktischer Leitfaden für Unternehmen, mit dem die Belegschaft auf eine konsistente, selbstbewusste und effektive Zusammenarbeit mit KI-Agenten im Agentic Enterprise vorbereitet werden kann.

 

Welche typischen Fallstricke und falsche Erwartungshaltungen begegnen Ihnen beim Herangehen von Unternehmen an das Thema Agentic Enterprise?

Viele Führungskräfte warten auf die perfekte Strategie. In Zeiten exponentieller Veränderungen ist Handlungsfähigkeit aber meistens wichtiger als Perfektion. Führung bedeutet heute, Entscheidungen unter Unsicherheit zu treffen. Mitarbeitende erwarten keine Führungskräfte mit allen Antworten, sondern Führungskräfte, die Orientierung geben. Wer Innovation fördern möchte, muss auch Fehler zulassen können. Die größte Gefahr ist heute nicht, Fehler zu machen, sondern zu lange abzuwarten. Mut ist eine Führungsqualität, die im Zeitalter von KI und Transformation noch wichtiger wird.

 

Was sind generelle Erfolgsrezepte und Erfolgsfaktoren, um diesen Mut in der Realität in positive Effekte zu verwandeln?


Entscheidend ist es, der Belegschaft zu vermitteln, dass KI zwar viele Aufgaben und Arbeitsabläufe verändern wird, die Bedeutung von Vertrauen, Empathie, Kreativität und menschlichem Urteilsvermögen jedoch nicht abnimmt – im Gegenteil.

Diese Fähigkeiten werden künftig noch wichtiger. Agentenbasierte KI unterstützt Mitarbeitende vor allem dabei, repetitive und administrative Tätigkeiten zu reduzieren. Dadurch entstehen Freiräume für wertschöpfende Aufgaben, die menschliche Produktivität, Kreativität und Zielerreichung stärken.


Welche Herausforderungen und Aufgaben kommen damit auf Führungskräfte zu?


Führungskräfte sind jetzt mehrfach gefordert: Erstens gilt es KI-Kompetenzprogramme zu entwickeln, die Engagement, Einsatzbereitschaft und Fachwissen messen. Zweitens müssen Einstiegspositionen aktiv neugestaltet werden, um Urteilsvermögen und Koordinationsfähigkeit gegenüber der bloßen Erledigung von Aufgaben in den Vordergrund zu stellen. Und drittens müssen Führungskräfte klare Wege von der Ausbildung zu diesen neuen Positionen schaffen und junge Fachkräfte dabei nicht allein lassen.

 

Wie wird die tägliche Zusammenarbeit von Menschen und KI im Agentic Enterprise aussehen?

Im Agentic Enterprise wird KI zu einem festen Bestandteil des Arbeitsalltags. Mitarbeitende arbeiten künftig mit intelligenten Assistenten zusammen, die Informationen bereitstellen, Aufgaben koordinieren und selbstständig Aufgaben übernehmen. Ein Beispiel dafür ist Slackbot, unser intelligenter Assistent für Slack. Anders als herkömmliche KI-Lösungen arbeitet Slackbot auf Basis des gesamten Arbeitskontexts und kann Informationen aus Unterhaltungen, Terminen, Besprechungen sowie Unternehmens- und Kundendaten zusammenführen. Dabei übernimmt er bestehende Berechtigungen und Zugriffskontrollen und passt sich an die jeweilige Nutzerin oder den jeweiligen Nutzer an. So unterstützt KI Mitarbeitende dabei, schneller fundierte Entscheidungen zu treffen, produktiver zu arbeiten und sich stärker auf wertschöpfende Aufgaben zu konzentrieren.



it&d business Redaktion



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