KI erweitert den Aufgabenbereich von Finanzverantwortlichen
Aktualisiert: vor 4 Tagen
Finanzabteilungen müssen zunehmend komplexe Geschäftsmodelle und zusätzliche Vertriebskanäle bewältigen und werden gleichzeitig stärker in die KI-Strategie ihrer Unternehmen eingebunden. Laut dem neuen CFO Priorities Report von Salesforce berichten fast drei Viertel der Finanzverantwortlichen weltweit von einem erweiterten Verantwortungsbereich. KI-Nutzung und -Ausbau sind dabei der am häufigsten genannte Treiber.

Die Rolle von Finanzverantwortlichen verändert sich mit den Anforderungen an Unternehmen. 65 Prozent der befragten Unternehmen verfolgen mehrere Erlösmodelle, 71 Prozent nutzen mehr Vertriebskanäle als noch vor zwölf Monaten. Gleichzeitig gewinnt künstliche Intelligenz innerhalb der Finanzfunktion an Bedeutung.
Die Befragung zeigt dabei nicht nur eine stärkere Einbindung von Finanzverantwortlichen in KI-Entscheidungen, sondern auch konkrete wirtschaftliche Ergebnisse: 90 Prozent der befragten KI nutzenden Unternehmen berichten von einem positiven Return on Investment. Finanzabteilungen stehen gleichzeitig vor der Aufgabe, Sicherheits-, Integrations- und Governance-Fragen zu berücksichtigen.
KI erweitert die Rolle der Finanzverantwortlichen
Die Steuerung und Ausweitung der KI-Nutzung ist mit 49 Prozent der am häufigsten genannte Grund für einen größeren Verantwortungsbereich. Dahinter folgen der wachsende Technologie-Stack mit 44 Prozent sowie komplexere Erlösmodelle und eine stärkere Einbindung in die Vertriebsstrategie mit jeweils 43 Prozent.
Komplexere Vertriebskanäle sowie Governance und Compliance werden von jeweils 42 Prozent als Gründe genannt. 50 Prozent der Finanzverantwortlichen geben zudem an, maßgeblich an der KI-Strategie ihres Unternehmens beteiligt zu sein.
Damit beschäftigt sich die Finanzfunktion zunehmend mit der Frage, wo KI zum Einsatz kommt, welchen Nutzen sie erzielen soll und wie dieser gemessen werden kann. Auch Datenzugriff, Kontrollen, Prüfpfade und Verantwortlichkeiten gewinnen dabei an Bedeutung, da sie direkte finanzielle und revisionsbezogene Folgen haben.
Komplexere Erlösmodelle erhöhen die Anforderungen
Zusätzliche Vertriebskanäle und unterschiedliche Erlösmodelle erhöhen auch die Anforderungen an die Zusammenführung von Vertriebs-, Abrechnungs- und Finanzdaten. Geschäftsvorgänge können beispielsweise über einen Partner beginnen, über einen anderen Kanal abgeschlossen und anschließend über mehrere Systeme hinweg abgeglichen werden.
Für Finanzabteilungen erschwert dies den vollständigen Überblick und damit auch die Erstellung belastbarer Umsatzprognosen. Gleichzeitig schaffen neue Erlösmodelle zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten, bringen jedoch weitere Transaktionen und Planungsannahmen mit sich.
Nutzungsbasierte Angebote gehören bereits bei 43 Prozent der befragten Unternehmen zum Portfolio. Damit entstehen zusätzliche Anforderungen an die Verarbeitung der zugrunde liegenden Daten: Finanzabteilungen müssen Nutzungsdaten mit Verträgen, Preisregeln, Rechnungen und der Umsatzrealisierung zusammenführen.
KI-Agenten sollen manuelle Arbeit reduzieren
KI soll Finanzabteilungen dabei unterstützen, die zunehmende Komplexität zu bewältigen und manuelle Arbeit zu reduzieren. Die Einführung ist allerdings mit Herausforderungen verbunden. 46 Prozent der befragten Finanzverantwortlichen nennen Sicherheitsbedenken als Hürde. Jeweils 42 Prozent verweisen auf die Integration sowie auf Bedenken hinsichtlich Governance.
Unter den Befragten, die bereits KI-Agenten einsetzen, fallen die Ergebnisse dennoch überwiegend positiv aus. Mehr als 90 Prozent berichten von Zeit- und Kosteneinsparungen, Produktivitätssteigerungen und einer höheren Prognosegenauigkeit. Rund die Hälfte bewertet den erzielten Effekt als erheblich.
Auch der übergreifende wirtschaftliche Nutzen von KI wird in der Befragung positiv eingeschätzt: 90 Prozent der KI nutzenden Unternehmen berichten von einem positiven Return on Investment. Damit steht KI für Finanzverantwortliche nicht nur als zusätzlicher Aufgabenbereich auf der Agenda, sondern zugleich als Instrument, mit dem steigende Anforderungen in der Finanzfunktion bewältigt werden sollen.
it&d business Redaktion





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