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Joule Work und KI-Innovationen von SAP revolutionieren die Entwicklung von Unternehmens-Software

vor 4 Tagen
5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 2 Stunden

Bei der jährlichen Entwicklerkonferenz SAP TechEd announcte SAP eine Reihe von KI-Innovationen, die den Entwicklern eine neue, deutlich erweiterte Palette an Möglichkeiten bieten. Philipp Herzig, CTO der SAP SE, bringt das zentrale Element, das heuer die große Klammer über alle Innovationen bildet, klar auf den Punkt: „Jetzt geht es vor allem darum, wie KI nicht einfach nur lernt, Unternehmen zu verstehen, sondern auch Geschäftsprozesse abzuwickeln."



Fotos: SAP
Fotos: SAP

Die Palette an KI-Innovationen und damit an neuen Möglichkeiten für Entwickler, die SAP auf der diesjährigen SAP TechEd vorgestellt hat, ist beindruckend breit und vielfältig: Die SAP Business AI Platform versetzt Unternehmen in die Lage, KI-Lösungen zentral für SAP- und Drittumgebungen zu entwickeln, Kontextinformationen bereitzustellen und diese Lösungen zu steuern. Erweiterungen der Joule-Lösungen und der SAP Business AI Platform, einschließlich des neuesten Foundation Model für tabellarische Daten von SAP ermöglichen nicht nur neue Tools zur Entwicklung und Erweiterung von KI-Agenten. Sie stellen KI-Agenten auch einen umfangreicheren Daten- und Geschäftskontext für logisches Denken und verstärkte Governance-Kontrollen bereit, um sie unternehmensweit verantwortungsvoll einsetzen zu können.

 


KI, die für den echten Arbeitsalltag entwickelt wurde


Mit Joule Studio können Fachanwender und Entwickler No-Code- und Pro-Code-Tools nutzen, um Agenten zu entwickeln und zu erweitern – sie haben dabei die Auswahl aus über 70 KI-Modellen. SAP Business Data Cloud und der SAP Knowledge Graph stellen diesen Agenten vertrauenswürdige Geschäftsdaten und Geschäftskontext bereit. Unternehmen haben somit die Möglichkeit, das richtige Modell für jeden Anwendungsfall auszuwählen und den Nutzen und Einsatz von KI besser zu steuern. Vor allem aber bleiben die Daten von SAP-Kunden ihre Daten. SAP gibt keine Kundendaten an Dritte weiter, um große Sprachmodelle zu trainieren oder zu verbessern.

„In Joule Work machen Nutzer ihre Eingaben und erledigen Aufgaben  in einer durchgängigen Anwendungsumgebung, in der gesamten SAP-Landschaft und darüber hinaus", sagt Philipp Herzig, CTO der SAP SE. „Das ist eine Neuerung, die wir in großem Maßstab bereitstellen.

Die Basis von allem bildet die SAP Business AI Plattform. Sie sorgt für eine schnellere Wertschöpfung, da Geschäftsprozesse von Anfang verstanden werden, und bietet eine höhere Genauigkeit.

Außerdem erfüllt sie die Anforderungen von Unternehmen, gewährleistet ab der ersten Implementierung einen sicheren, kontrollierten und konformen Betrieb und bietet eine einzigartige Kontextebene, die auf dem Prozess- und Branchenwissen aus über 50 Jahren aufbaut, das in jeder Agenten-Aktion verankert ist. Das ist KI, die für den echten Arbeitsalltag entwickelt wurde.“



Joule Work und Joule Studio machen das autonome Unternehmen zur Realität


Durch neue Funktionen für Joule Work werden KI-Agenten noch wirkungsvoller komplexe Geschäftsprozesse über offene Protokolle (A2A und MCP) handhaben können, den Kontext besser verstehen, Entscheidungen treffen und mehrstufige Workflows über Unternehmenssysteme und Geschäftsbereiche hinweg ausführen können:


Die neue agentenbasierte Orchestrierungsschicht ermöglicht es Assistenten und Agenten, komplexe, mehrstufige Workflows über SAP-Landschaften hinweg zuverlässiger auszuführen.


Neue Funktionen im SAP Knowledge Graph werden Daten aus zusätzlichen kundenindividuellen SAP- und Drittquellen integrieren. Nutzer können ihre individuellen Daten in natürlicher Sprache abfragen und durchsuchen und genaue Antworten erhalten, die auf ihren eigenen Informationen basieren.


Verbesserungen bei der Interoperabilität ermöglichen es Agenten von Drittanbietern, Joule Agents über ein kontrolliertes Agenten-Gateway sicher aufzurufen. Durch diese verbindliche Zugriffskontrolle können Agenten unterschiedlicher Anbieter über Workflows hinweg zusammenarbeiten, ohne dass auf Governance oder Kontrolle verzichtet wird.


Die neue Lösung SAP Enterprise AI Gateway wird die Governance auf KI-Interaktionen ausweiten. Sie bietet eine Möglichkeit, den KI-Datenverkehr im gesamten Unternehmen zentral zu steuern, um Authentifizierung, die Durchsetzung von Richtlinien, Routing, Überwachung, Nutzungsverfolgung und Auditing zusammenzuführen.


Neuer Joule-Assistent und SAP AI Agent Hub: Erweiterte Governance-Funktionen und ein neuer AI Governance Assistant unterstützen Kunden bei der Einhaltung der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz. Diese sollen kritische Hindernisse für die Skalierung von Unternehmens-KI beseitigen: KI-Systeme werden weiterhin klassifiziert, bleiben konform und arbeiten innerhalb definierter organisatorischer Leitlinien und eines fest umrissenen Kontextes.




 

Sichere und verifizierte Orchestrierung aller Agenten


SAP Enterprise AI Gateway und SAP AI Agent Hub ermöglichen auch einen sicheren und Governance-konformen Einsatz externer Agenten, die ein Unternehmen für seine spezifischen Anforderungen nutzen möchte.

„Es gibt ja mittlerweile extrem viele KI-Agenten auf dem Markt und es werden rasant mehr", konstatiert Philipp Herzig. „Manche sind wirklich gut, aber es gibt auch viele Agenten, bei denen man sich eher nicht wünscht, dass sie im eigenen Unternehmen unterwegs sind.

Der KI-Agent Hub ermöglicht es, alle Agenten, SAP-Agenten sowie Nicht-SAP-Agenten, zu entdecken, sie durchzugehen, zu dokumentieren und sie beispielsweise dem EU-KI-Gesetz konform zu machen, um sie dann sicher als verifizierte Agents über den AI Gateway einzubinden."

SAP hat außerdem angekündigt, dass seine Entwicklungsumgebung Joule Studio für KI nun neue Kontrollmöglichkeiten für Observability und die Administration bietet. Sie ist über Joule Work zugänglich, um Agenten im Unternehmen zu entwickeln und zu erweitern. Entwickler und Administratoren erhalten dadurch einen Überblick über das Verhalten von Agenten, die Modellnutzung und die angefallenen Kosten.

 


SAP Business Data Cloud stellt den erforderlichen Kontext für das autonome Unternehmen bereit


Der SAP Business Data Cloud Ontology Manager in SAP Business Data Cloud (BDC) wird eine KI-native Autorenumgebung für die Erstellung von Ontologien für SAP- und Drittdaten bieten. Da die KI hierbei versteht, wie Daten aus verschiedenen Teams, Systemen und Anwendungen zueinander in Beziehung stehen, können KI-Agenten präzisere Schlüsse ziehen und bessere Entscheidungen im gesamten Unternehmen treffen. Die Lösungen ergänzen den SAP Knowledge Graph, der umfangreichen Geschäftskontext für SAP-Daten bereitstellt.



Tabular Foundation Model hat sich für Unternehmen bewährt und ist für den Einsatz im Weltraum validiert


Das neueste angekündigte KI-Modell für tabellarische Daten, SAP-RPT-2.0, geht über Klassifizierung und Regression hinaus. Es unterstützt die Erkennung von Anomalien und Ausreißern sowie leistungsfähigere KI-gestützte Analysen durch Embeddings. Diese nativen Funktionen, die über mehrere Tabellen hinweg arbeiten, werden manuelle Arbeiten weiter reduzieren und gleichzeitig schnellere und tiefere Einblicke aus strukturierten Daten erlauben. Darüber hinaus wird das neue Modell SAP-RPT-TS Kunden dabei helfen, Werte in zeitindizierten Geschäftskennzahlen für wichtige Prognose-Szenarien mit der Lösung SAP Integrated Business Planning vorherzusagen, ohne dass kundenspezifisches maschinelles Lernen dafür erforderlich ist.


 



In Zusammenarbeit mit HPE hat SAP auch die Implementierung von SAP-RPT auf dem HPE Spaceborne Computer-2 an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) angekündigt. Dies ist bis dato eine der bedeutendsten Edge-Computing-Validierungen eines KI-Modells für Unternehmen. SAP-RPT soll direkt an Bord der ISS laufen, um die Priorisierung von Anomalien zu unterstützen, Probleme vorherzusagen, bevor Ausfälle eskalieren, fehlende Sensorwerte aus historischen Daten wiederherzustellen und nachvollziehbare Gesundheitsberichte für Astronauten und Bodenteams zu generieren – alles, ohne dass Daten zur Analyse an die Erde zurückgesandt werden müssen.

 

„Das gleiche vertrauenswürdige Modell SAP-RPT hinter globalen Lieferketten kann auch im Weltraum funktionieren“, sagt Herzig.

„Das tief verwurzelte, bewährte Know-how der SAP hat dazu geführt, dass die Internationale Raumstation unser Tabular Foundation Model einsetzen wird, um potenzielle kritische Ausfälle in der Umlaufbahn vorherzusagen. Mit SAP RPT und TabPFN von Prior Labs stellen wir für Unternehmen und über alle Grenzen hinweg die einzigartigen Funktionen von KI für tabellarische Daten bereit.“

 


Sofort einsatzbereite Assistenten und Agenten und ausgebaute Partnerplattform als strategische Vorteile


Seit fünf Jahrzehnten entwickelt SAP die zentralen Systeme, mit denen Unternehmen ihre Geschäftsprozesse abwickeln. SAP kann nun ein Portfolio von sofort einsatzfähigen Assistenten und Agenten in fünf branchenübergreifenden Bereichen anbieten, die alle auf der SAP Business AI Platform laufen – mit Spezialisierung auf bestimmte Branchen – als Basis für intelligente Systeme und Systeme, die Maßnahmen umsetzen.


Gleichzietig bietet das globale SAP-Partnernetz neue Funktionen für den laufenden Betrieb und die Erweiterung von Lösungen auf der SAP Business AI Platform und unterstützt Kunden auf dem Weg zum autonomen Unternehmen. Auf der SAP TechEd wurden die folgenden Partnerankündigungen hervorgehoben:

Eine Kooperation mit Intel schließt den Kreislauf zwischen Unternehmens-Workflows und autonomen Robotern und verbindet Informationstechnologie und Betriebstechnologie durch physische KI.

Außerdem erweitern neue SAP-Lösungserweiterungen mit Docusign, Parloa und Redwood die autonomen Funktionen für Kunden und helfen ihnen, ohne Übergaben zwischen Systemen ihre Kernprozesse durchgängig abzubilden.

Neben den angekündigten technischen Neuerungen unterstützt SAP seine starke Entwicklergemeinde mit neuen Schulungen und Networking-Möglichkeiten. Zehntausende haben bereits vor der SAP TechEd am Devtoberfest teilgenommen, um neue Referenzarchitekturen kennenzulernen und sich in Tutorials und praktischen Übungen fortzubilden. Teilnehmer konnten das Angebot vor Ort auf der Veranstaltung und zu Hause nutzen.

 


it&d business Redaktion




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