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Jede fünfte Person in Österreich nutzt KI bereits für Kaufentscheidungen

  • 30. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in den Einkaufsalltag. Laut einer aktuellen Shopfully-Studie hat bereits jede bzw. jeder fünfte österreichische Konsument:in KI zur Unterstützung einer Kaufentscheidung genutzt. Dabei stehen Preisvergleiche und konkrete Einsparpotenziale klar im Vordergrund, während personalisierte Empfehlungen deutlich weniger gefragt sind.




KI und der Einkauf in Österreich (Foto: Shopfully)
KI und der Einkauf in Österreich (Foto: Shopfully)

Künstliche Intelligenz verändert zunehmend die Art und Weise, wie Verbraucher:innen Informationen recherchieren und Kaufentscheidungen treffen. Laut einer aktuellen Studie von Shopfully hat jede bzw. jeder fünfte österreichische beziehungsweise europäische Käufer:in in den vergangenen zwölf Monaten bereits KI genutzt, um eine Kaufentscheidung zu unterstützen. Die Untersuchung wurde in acht europäischen Ländern durchgeführt und zeigt, dass sich eine Technologie, die im Handel vor wenigen Jahren noch kaum eine Rolle spielte, zunehmend etabliert.



Allgemeine KI-Plattformen dominieren die Einkaufsvorbereitung


Wer KI zur Unterstützung beim Einkauf nutzt, greift dabei überwiegend auf allgemeine KI-Plattformen zurück. Unter den österreichischen Nutzer:innen, die KI bereits in der Einkaufsvorbereitung eingesetzt haben, verwenden 89 Prozent Dienste wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity.

Spezialisierte Lösungen spielen bislang eine deutlich geringere Rolle. Chatbots für den Kundensupport werden von 14 Prozent genutzt, virtuelle Shoppingassistenten von zwölf Prozent. Im europäischen Vergleich liegen diese Werte bei neun beziehungsweise 16 Prozent. Die Ergebnisse zeigen damit, dass KI derzeit vor allem als Recherche- und Vergleichswerkzeug genutzt wird und noch seltener als integrierter Bestandteil des eigentlichen Einkaufserlebnisses.



Preisvergleich steht klar im Mittelpunkt


Auch bei den gewünschten KI-Funktionen steht der finanzielle Nutzen an erster Stelle. Für 46 Prozent der österreichischen Befragten ist der Preisvergleich zwischen verschiedenen Händlern die interessanteste Anwendung. Damit liegt Österreich leicht über dem europäischen Durchschnitt von 44 Prozent.

Darüber hinaus halten 18 Prozent Funktionen zur Erkennung irreführender Angebote oder Preisgestaltungstricks für sehr hilfreich. 15 Prozent interessieren sich dafür, Preisrückgänge bei gewünschten Produkten automatisch verfolgen zu lassen. Produktempfehlungen auf Basis persönlicher Präferenzen sprechen 14 Prozent der österreichischen Befragten an, europaweit sind es 18 Prozent.

Weniger Interesse besteht an stärker personalisierten Funktionen. Personalisierte Einkaufslisten oder Hilfen zur Vermeidung von Impulskäufen erreichen lediglich sieben Prozent Zustimmung.



Skepsis gegenüber KI bleibt hoch


Alexandra Aichholzer, Country Manager von Shopfully Austria (Foto: Shopfully)
Alexandra Aichholzer, Country Manager von Shopfully Austria (Foto: Shopfully)

Trotz der wachsenden Nutzung bleibt die Zurückhaltung gegenüber KI im Einkaufsprozess in Österreich ausgeprägt. 42 Prozent der Befragten geben an, keine der vorgeschlagenen KI-Funktionen nutzen zu wollen und Kaufentscheidungen lieber selbst zu treffen. Damit liegt Österreich deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 34 Prozent.

Die Studienergebnisse zeichnen insgesamt ein klares Bild: KI überzeugt österreichische Konsument:innen vor allem dann, wenn sie einen direkten finanziellen Mehrwert bietet. Funktionen, die Preise transparenter machen, Einsparpotenziale aufzeigen oder vor irreführenden Angeboten schützen, stoßen auf deutlich größeres Interesse als personalisierte Empfehlungen oder automatisierte Einkaufsunterstützung.


„Wir sehen einen klaren Wandel im Einkaufsverhalten: KI wird zunehmend als praktisches Recherche- und Vergleichswerkzeug genutzt. Entscheidend ist dabei nicht, dass KI Empfehlungen ausspricht, sondern dass sie Verbraucher:innen hilft, Preise transparent zu vergleichen und bessere Kaufentscheidungen zu treffen. Für Händler bedeutet das:

Wer KI einsetzt, sollte weniger auf technische Spielereien setzen, sondern auf Funktionen, die echten Mehrwert schaffen und den Menschen Zeit und Geld sparen“,

sagt Alexandra Aichholzer, Country Manager von Shopfully Austria.


Für die Studie wurden im ersten Quartal 2026 insgesamt 6.605 Personen ab 25 Jahren im Rahmen einer Online-Befragung in Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Rumänien, Spanien und Ungarn befragt.



it&d business Redaktion



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