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Drei von vier Geschäftsreisenden würden nicht freigegebene KI nutzen

30. Okt.
2 Min. Lesezeit

KI ist bei deutschen Geschäftsreisenden bereits weit verbreitet: 74 Prozent haben sie für die Planung, Buchung oder Abrechnung einer Reise eingesetzt. Gleichzeitig würden ebenso viele auch KI-Tools verwenden, die ihr Arbeitgeber nicht freigegeben hat, oder haben dies bereits getan. Das zeigen Ergebnisse der achten Global Business Travel Survey von SAP Concur.


Fotos: SAP Concur
Fotos: SAP Concur

KI kommt mittlerweile in unterschiedlichen Phasen einer Geschäftsreise zum Einsatz. Am häufigsten nutzen die Befragten sie, um einen Reiseplan zu erstellen: 27 Prozent greifen dafür auf entsprechende Anwendungen zurück. 24 Prozent verwenden KI bei der Auswahl einer Reiseoption, 21 Prozent zur Bewertung möglicher Risiken einer bevorstehenden Geschäftsreise.

Auch bei der Reisekostenabrechnung spielt die Technologie bereits eine Rolle. 16 Prozent erfassen damit während der Reise ihre Ausgaben, 14 Prozent nutzen KI beim Abschluss der Abrechnung. Abseits der eigentlichen Reiseprozesse haben neun Prozent KI unterwegs bereits um Rat zu ihrer physischen oder mentalen Gesundheit gefragt.



74 Prozent würden nicht freigegebene KI einsetzen


Die zunehmende Nutzung bringt für Unternehmen allerdings die Frage mit sich, welche Anwendungen Beschäftigte verwenden und welche Unternehmensdaten dort verarbeitet werden. Drei von vier deutschen Beschäftigten würden bei Geschäftsreisen auch auf nicht vom Unternehmen freigegebene KI-Tools zurückgreifen oder haben dies bereits getan.

Der wichtigste Grund dafür ist nicht das Fehlen eines betrieblichen Angebots. 41 Prozent bevorzugen andere KI-gestützte Tools gegenüber den von ihrem Unternehmen freigegebenen Lösungen. 34 Prozent geben dagegen an, dass ihr Arbeitgeber keine KI-gestützten Tools zur Verfügung stellt.

Damit entsteht insbesondere beim Umgang mit Reisedaten eine Herausforderung für Datenschutz und Compliance. Unternehmen müssen nicht nur festlegen, welche Anwendungen genutzt werden dürfen, sondern Beschäftigten auch vermitteln, welche Informationen sie in frei zugänglichen KI-Diensten verarbeiten können.



KI soll direkt in bestehende Anwendungen


Die Befragung zeigt zugleich, dass Geschäftsreisende KI möglichst ohne zusätzliche Anwendungen in ihre bestehenden Arbeitsabläufe integrieren möchten. 30 Prozent wünschen sich KI-Funktionen direkt in Werkzeugen wie Outlook oder PowerPoint. 26 Prozent würden sie gerne in Kommunikationslösungen wie Teams oder Slack nutzen.

Ein Viertel der Befragten nennt Sprachassistenten und Sprache-zu-Text-Funktionen. 24 Prozent wünschen sich Chatbots innerhalb des Buchungstools, ebenfalls 24 Prozent automatische Erinnerungen an anstehende Buchungen per Push-Benachrichtigung. Rollenspezifische KI-Funktionen, beispielsweise innerhalb eines CRM-Systems, wünschen sich 17 Prozent.

Die hohe Akzeptanz steht dabei in einem größeren Nutzungstrend: 58 Prozent der deutschen Bevölkerung ab 16 Jahren verwenden KI im Alltag, 34 Prozent mindestens wöchentlich.



Unternehmen brauchen klare Regeln


Für Unternehmen ergibt sich daraus die Aufgabe, den gewünschten Komfort mit Datenschutz, Compliance und internen Reiserichtlinien zu verbinden. Dazu gehört auch zu prüfen, welche KI-Funktionen in vorhandener Unternehmenssoftware bereits verfügbar sind und welche davon freigeschaltet oder konfiguriert werden können.

„Mitarbeitende greifen zu frei zugänglichen KI-Tools, weil sie schnell Antworten wollen. Ein frei zugänglicher Chatbot kennt aber weder die Reiserichtlinie noch das Budget noch persönliche Präferenzen“, sagt Michael Schmitz, Head of SAP Concur MEE. Unternehmen sollten daher klar kommunizieren, welche Werkzeuge für welche Aufgaben eingesetzt werden können und welche Vorteile die bereitgestellte Unternehmenssoftware bietet.




it&d business Redaktion



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