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Agentische KI ist an 98 Prozent der Security-Untersuchungen beteiligt

vor 47 Minuten
3 Min. Lesezeit

Agentische KI übernimmt im Security Operations Center zunehmend Aufgaben, die bislang von Analysten erledigt wurden. Bei Arctic Wolf werden mittlerweile 60 Prozent der Sicherheitsuntersuchungen autonom durch KI abgeschlossen. Vor rund einem Jahr wurden noch 81 Prozent der Untersuchungen ausschließlich von Menschen durchgeführt. Das zeigt der „2026 Agentic Security Operations Report“, der auf Daten von mehr als 11.000 Organisationen in über 100 Ländern basiert.



Foto: it&d business medien, mit Unterstützung von KI
Foto: it&d business medien, mit Unterstützung von KI

Die Zahlen zeigen zugleich, dass sich nicht nur der Anteil autonomer Untersuchungen verändert hat. Vor etwa einem Jahr wurden weniger als ein Prozent der Fälle gemeinsam von KI und menschlichen Analysten bearbeitet. Mittlerweile liegt dieser Anteil bei 38 Prozent. Ausschließlich von Menschen durchgeführte Untersuchungen machen nur noch zwei Prozent des gesamten Fallaufkommens aus.

Arctic Wolf setzt dafür auf sein Aurora Agentic SOC. Das Modell sieht vor, einen großen Teil des Untersuchungsvolumens durch KI bearbeiten zu lassen, während menschliche Analysten bei Fällen eingebunden werden, die zusätzliche Kontrolle oder Expertise erfordern.



Mehr Untersuchungen bei weniger Alarmen


Die zunehmende Automatisierung wirkt sich auch auf das Arbeitsvolumen im SOC aus. Die Zahl der monatlichen Untersuchungen ist innerhalb eines Jahres um 21 Prozent gestiegen. Gleichzeitig ging das Alarmvolumen um 19 Prozent zurück. Die durchschnittliche Zeit zwischen einem Ereignis, das einen Alarm auslöst, und einem verwertbaren Ticket sank um 36 Prozent.

Hinter dem Aurora Agentic SOC steht die Aurora Superintelligence Platform. Sie verarbeitet nach Angaben von Arctic Wolf jede Woche mehr als zehn Billionen Sicherheitsereignisse. Im Agentic SOC werden wöchentlich mehr als 200.000 Untersuchungen durchgeführt. Seit dem Start im März 2026 wurden mehr als drei Millionen Sicherheitsfälle abgeschlossen.



Foto: Arctic Wolf
Foto: Arctic Wolf
„Die Realität der heutigen Bedrohungslandschaft ist, dass Angreifer bereits mit Maschinengeschwindigkeit agieren und Unternehmen nicht länger allein auf KI oder allein auf menschlich geführte Security Operations setzen können, um Schritt zu halten“,

sagt Dan Schiappa, President of Technology and Services bei Arctic Wolf. „Arctic Wolf hat ein neues Betriebsmodell entwickelt, bei dem KI das Volumen bewältigt, Menschen die Kontrolle übernehmen und beide zusammenarbeiten, um bessere Ergebnisse zu erzielen. So helfen wir Unternehmen dabei, KI zu einem Kraftmultiplikator für ihre Sicherheitsteams zu machen, anstatt sie lediglich als weiteres Werkzeug einzusetzen.“



Unsichere Fälle werden an Analysten weitergegeben


Neben Geschwindigkeit und Automatisierungsgrad rückt der Report die Kontrolle über autonome Entscheidungen in den Mittelpunkt. Dafür setzt Arctic Wolf innerhalb des Aurora Agentic SOC auf ein Netzwerk spezialisierter KI-Agenten, das als „Swarm of Experts“ bezeichnet wird. Die Agenten übernehmen und validieren Aufgaben aus unterschiedlichen SOC-Funktionen.

Der AI Trust Engine steuert dabei das Verhalten der Agenten. Bei hoher Sicherheit können diese autonom handeln. Fälle, die unsicher, neuartig oder außerhalb der bereits validierten Erfahrungen liegen, sollen dagegen an einen Security-Analysten weitergegeben werden. Entscheidungen der menschlichen Analysten dienen anschließend als zusätzliche Lernsignale für die Agenten.

Ziel dieses Ansatzes ist es, den autonomen Handlungsspielraum schrittweise auf jene Aufgaben auszudehnen, bei denen Entscheidungen mit ausreichend hoher Sicherheit getroffen werden können, während bei Unsicherheit weiterhin Menschen eingebunden bleiben.



Weniger Signale sollen die Sichtbarkeit nicht verringern


Der Report liefert auch Zahlen dazu, wie stark die Menge der beobachteten Ereignisse gefiltert wird. Pro einer Milliarde verarbeiteter Beobachtungen eröffnet das Aurora Agentic SOC demnach lediglich 13 Untersuchungen. Auf 175,6 Millionen Beobachtungen kommt ein Alarm.

Obwohl die Gesamtzahl der Alarme zurückgegangen ist, blieb der Anteil der Tickets mit hoher und kritischer Priorität stabil. Damit soll die Menge weniger relevanter Signale reduziert werden, ohne die Sichtbarkeit bei schwerwiegenden Bedrohungen zu verringern.

Arctic Wolf hat darüber hinaus Kundendaten zur Nutzung von Aurora Managed Detection and Response mit Endpoint-Abdeckung analysiert. Bei diesen Kunden eskalierten siebenmal weniger Ereignisse zu einer Untersuchung als bei Kunden, die ausschließlich Endpoint Detection and Response einsetzen. Zudem errechnete das Unternehmen einen rund zwölffachen Kostenvorteil gegenüber dem Aufbau und Betrieb eines eigenen agentischen SOC.


Der Report zeichnet damit ein Modell für Security Operations, bei dem KI nicht lediglich einzelne Arbeitsschritte unterstützt, sondern einen Großteil der Untersuchungen selbst übernimmt. Gleichzeitig bleibt die menschliche Kontrolle Bestandteil des Prozesses: Während Agenten standardisierbare Fälle autonom bearbeiten können, sollen Analysten insbesondere bei unsicheren oder neuartigen Situationen die Entscheidung übernehmen.




it&d business Redaktion



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