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Zwei Drittel der Unternehmen arbeiten bereits mit MSPs

vor 12 Stunden
3 Min. Lesezeit

Managed Service Provider sind bei Unternehmen bereits breit etabliert, gleichzeitig zeichnet sich weiteres Wachstumspotenzial ab. 66 Prozent der weltweit befragten Unternehmen arbeiten bereits mit einem MSP zusammen. Im DACH-Raum liegt der Anteil mit 68 Prozent etwas höher. Weitere 29 Prozent weltweit beziehungsweise 27 Prozent in Deutschland, Österreich und der Schweiz evaluieren derzeit eine Zusammenarbeit oder ziehen diese in Betracht. Das zeigt der neue Barracuda-Report „What MSP Customers Need Next“.


Foto: it&d business medien, mit Unterstützung von KI
Foto: it&d business medien, mit Unterstützung von KI

Für die Studie befragte das unabhängige Marktforschungsinstitut Arlington Research im Auftrag von Barracuda 2.000 Entscheider im mittleren und höheren Management aus den Bereichen IT und Cybersicherheit. Berücksichtigt wurden Unternehmen mit 100 bis 2.000 Mitarbeitern in mehreren internationalen Märkten, darunter der DACH-Raum.

Die Anforderungen an externe IT-Dienstleister verändern sich dabei. Technische Leistungen wie ein rund um die Uhr verfügbares Security Operations Center bleiben wichtig. Unternehmen erwarten von MSPs zunehmend aber auch Unterstützung bei Cyberresilienz und KI-bezogenen Risiken sowie eine verständliche Kommunikation von Geschäftsrisiken gegenüber Führungskräften.



59 Prozent sorgen sich um KI-bezogene Risiken


Bei Unternehmen, die einen MSP derzeit evaluieren oder eine Zusammenarbeit in Betracht ziehen, steht nicht eine höhere Zahl von Cyberangriffen im Vordergrund. Entscheidend ist vielmehr die Frage, ob Bedrohungen schnell genug erkannt, untersucht und eingedämmt werden können.

Nur 29 Prozent dieser potenziellen MSP-Kunden geben an, kompromittierte Konten sichern und den Betrieb innerhalb weniger Stunden nach einem Sicherheitsvorfall wiederherstellen zu können.

Hinzu kommen neue Herausforderungen durch künstliche Intelligenz. 59 Prozent der potenziellen MSP-Kunden sorgen sich um KI-bezogene Risiken. Dazu zählen KI-gestütztes Phishing und Social Engineering, „Shadow AI“ sowie KI-gestützte Insider-Bedrohungen.

Auch bei der Cyberresilienz sieht die Untersuchung Lücken. Fast die Hälfte der potenziellen MSP-Kunden gibt an, dass wichtige Fähigkeiten in diesem Bereich im eigenen Unternehmen noch in einem frühen Stadium oder nur teilweise etabliert sind. Dazu gehören eine starke Führungskompetenz im Sicherheitsbereich, eine effektive Sicherheitskultur, Transparenz über Unternehmensressourcen sowie das Risikomanagement bei Drittanbietern.



Verständliche Risikokommunikation wird wichtiger


Neben technischer Kompetenz gewinnt die Kommunikation mit dem Management an Bedeutung. 40 Prozent der bestehenden MSP-Kunden nennen klare und verständliche Erklärungen zu Risiken, Sicherheitsvorfällen und den erforderlichen nächsten Schritten als wichtigen Faktor bei der Auswahl eines Anbieters. Im DACH-Raum liegt dieser Wert bei 39 Prozent.

Damit erweitert sich das Anforderungsprofil für MSPs über die Bereitstellung und den Betrieb technischer Sicherheitslösungen hinaus. Gefragt sind auch Beratungsleistungen, mit denen sich technische Risiken und deren mögliche Auswirkungen für Führungskräfte nachvollziehbar darstellen lassen.

Foto: Emanuela Puglisi
Foto: Emanuela Puglisi
„Dass bereits mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen im DACH-Raum mit einem MSP zusammenarbeiten, zeigt, wie fest externe IT-Dienstleister inzwischen im Markt verankert sind“,

sagt Emanuela Puglisi, Senior Channel Business Sales Manager DACH bei Barracuda. „Wachstumspotenzial liegt für MSPs deshalb nicht mehr allein darin, neue Kunden zu gewinnen, sondern auch die Zusammenarbeit mit bestehenden Kunden weiterzuentwickeln. Wer frühzeitig erkennt, wo bei Kunden zusätzlicher Unterstützungsbedarf besteht, und sein Angebot entsprechend ausbaut, kann so neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen und gleichzeitig die Kundenbindung stärken.“



MSPs können bestehende Kundenbeziehungen ausbauen


Die Ergebnisse zeigen damit zwei mögliche Wachstumsfelder für Managed Service Provider. Einerseits erwägt mit 29 Prozent der weltweit Befragten noch ein erheblicher Anteil der Unternehmen eine Zusammenarbeit. Andererseits entstehen bei bestehenden Kunden zusätzliche Anforderungen rund um KI-Risiken, Cyberresilienz und strategische Sicherheitsberatung.


Die Untersuchung basiert auf einer Befragung von Unternehmen mit 100 bis 2.000 Mitarbeitern. Die Teilnehmer kommen aus den USA, Großbritannien, Frankreich, dem DACH-Raum, den Benelux-Ländern, den skandinavischen Ländern, Australien, Indien und Japan. Untersucht wurden Herausforderungen bei Cybersicherheitskompetenz und -kapazitäten, die innerhalb der vergangenen zwölf Monate aufgetreten sind.




it&d business Redaktion



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