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EBS Volume Clones beschleunigen den Datenbankbetrieb in der AWS-Cloud

  • vor 6 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

IT-Praxis-Tipp 1 von AWS Solutions Architect Kay-Michael Kroedel: In AWS-basierten Umgebungen fallen für Test- und Staging-Zwecke regelmäßig aktuelle Kopien produktiver Datenbanken an. Der klassische Weg über EBS-Snapshots mit anschließender Wiederherstellung kostet dabei wertvolle Zeit und verlangsamt die Release-Zyklen. Gibt es eine schnellere Alternative?




Foto: Amazon Web Services
Foto: Amazon Web Services

Das Verwalten produktiver Datenbestände gehört zu den klassischen Herausforderungen im IT-Betrieb – besonders dann, wenn Entwicklungs- und QA-Teams möglichst realitätsnahe Daten benötigen, ohne dabei auf den Produktivbetrieb zu warten. Der traditionelle Snapshot-Workflow über Amazon S3 ist solide, bringt aber mehrere Prozessschritte mit sich, die den Zugriff auf die Daten verzögern. Mit Amazon EBS Volume Clones stellt AWS eine Lösung bereit, die diesen Ablauf grundlegend vereinfacht.


Das Feature ermöglicht Point-in-Time-Kopien von EBS-Volumes direkt innerhalb einer Availability Zone – per einfachem API-Aufruf oder über die AWS Management Console. Die geklonten Volumes stehen nach wenigen Sekunden bereit und bieten sofortigen Zugriff mit Single-Digit-Millisekunden-Latenz, ohne dass ein mehrstufiges Wiederherstellungsverfahren nötig wäre.



Schritt für Schritt: Volume-Klon anlegen


  1. AWS Management Console aufrufen: Navigieren Sie zu EC2 → Elastic Block Store → Volumes.


  1. Quell-Volume auswählen: Das gewünschte Volume markieren. Hinweis: Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

    unterstützt die Funktion ausschließlich verschlüsselte Volumes.


  2. Kopiervorgang starten: Im Actions-Menü den Eintrag „Copy Volume“ wählen. Der Dialog erlaubt die Konfiguration von Volume-Größe und -Typ für das Ziel-Volume.


  3. Automatisierung über CLI: Alternativ steht der Befehl aws ec2 copy-volumes zur Verfügung. Als Parameter werden Source-Volume-ID, Zielgröße und Volume-Typ übergeben – ideal für wiederkehrende Abläufe in CI/CD-Pipelines.


  4. Volume einbinden: Das fertige Klon-Volume lässt sich unmittelbar an eine EC2-Instanz anhängen und verwenden.



Applikationskonsistenz sicherstellen


Für datenbankbezogene Anwendungsfälle empfiehlt sich, I/O-Operationen vor dem Klonvorgang kurzzeitig zu pausieren. Bei PostgreSQL-Instanzen kommen hierfür die Funktionen pg_start_backup und pg_stop_backup zum Einsatz. Unter Linux mit XFS-Dateisystem sorgt der Befehl xfs_freeze dafür, dass Schreibzugriffe temporär ausgesetzt werden – so entsteht ein konsistenter Snapshot-Zustand.



Governance nicht vergessen


Volume-Klone lassen sich schnell und unkompliziert anlegen – was aber dazu führen kann, dass unnötige Kopien akkumulieren und Kosten verursachen. Empfehlenswert ist daher, von Anfang an Governance-Regeln zu etablieren, die nicht mehr benötigte Volumes automatisch identifizieren und bereinigen.



Fazit


Amazon EBS Volume Clones beseitigt einen der längsten Engpässe im AWS-Datenbankbetrieb: die Wartezeit beim Bereitstellen von Testdaten. Dank des vereinfachten, einschrittigen Verfahrens können Entwicklungs- und QA-Teams deutlich agiler arbeiten. Für Umgebungen, in denen Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit gleichermaßen zählen, ist das Feature eine sinnvolle Ergänzung des AWS-Werkzeugkastens.



Gastbeitrag von Kay-Michael Kroedel



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