top of page
HO_755x120_TD_Synnex_ohne_rand.jpg

KI-Suche etabliert sich als zweiter Suchkanal für lokale Unternehmen

  • 13. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

Künstliche Intelligenz verändert das Suchverhalten der Verbraucher. Laut einer aktuellen Studie von Yext nutzen bereits vier von zehn Deutschen KI-Tools, um Restaurants, Ärzte oder Geschäfte in ihrer Nähe zu finden. Klassische Suchmaschinen bleiben zwar führend, doch KI hat sich bereits als zweitwichtigster Suchkanal etabliert.



Fotos: Yext
Fotos: Yext

Die Nutzung von KI-gestützten Suchdiensten nimmt in Deutschland deutlich zu. Wie eine aktuelle Studie von Yext zeigt, setzen bereits 41 Prozent der Befragten Künstliche Intelligenz für die Suche nach lokalen Anbietern ein. Gleichzeitig geben 84 Prozent derjenigen, die KI bereits nutzen, an, entsprechende Tools heute häufiger zu verwenden als noch vor einem Jahr. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass KI klassische Suchkanäle zunehmend ergänzt und das Suchverhalten nachhaltig verändert.



KI gewinnt bei der lokalen Suche an Bedeutung


Trotz des wachsenden Interesses bleiben klassische Suchmaschinen mit 77 Prozent der wichtigste Ausgangspunkt für die Suche nach lokalen Unternehmen. KI-Tools haben sich mit 41 Prozent jedoch bereits auf Platz zwei etabliert und liegen damit vor sozialen Medien, die von 39 Prozent der Befragten genutzt werden.


Auch das weitere Wachstum scheint vorgezeichnet. Fast jeder zweite bisherige Nicht-Nutzer (48 Prozent) kann sich vorstellen, innerhalb der kommenden sechs Monate erstmals KI für die lokale Suche einzusetzen.


Armin Doll, Director Solution Engineering EMEA bei Yext
Armin Doll, Director Solution Engineering EMEA bei Yext
„Marken müssen durch eine verlässliche Informationsbasis sicherstellen, dass sie in der KI-Suche sichtbar sind, sonst existieren sie für einen Teil der Suchenden schlichtweg nicht“,

erklärt Armin Doll, Director Solutions Engineering, EMEA, von Yext. „KI verändert dabei nicht nur, wie Menschen suchen – sondern zunehmend auch, wie sie entscheiden. Besonders in der lokalen Suche wird dieser Einfluss bereits messbar.“


Die Studie zeigt bereits konkrete Auswirkungen auf das Verhalten der Verbraucher. So haben 27 Prozent der KI-Nutzenden in den vergangenen sechs Monaten aufgrund einer KI-Empfehlung ein neues lokales Unternehmen besucht oder kontaktiert. Besonders stark zeigt sich dieser Effekt in der Gastronomie (48 Prozent), gefolgt vom Einzelhandel (44 Prozent) sowie Gesundheitsservices wie Ärzten und Apotheken (37 Prozent).



Vertrauen wächst – Kaufentscheidungen werden dennoch überprüft


Die Akzeptanz von KI nimmt zwar zu, dennoch verlassen sich Verbraucher nicht blind auf die Empfehlungen. Insgesamt vertrauen 79 Prozent der Befragten den Aussagen von KI zumindest teilweise. Deutschland liegt damit leicht über dem weltweiten Durchschnitt. Gleichzeitig schenken jedoch nur elf Prozent der Technologie uneingeschränktes Vertrauen.

Mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent) gibt an, heute mehr Vertrauen in KI zu haben als noch vor einem Jahr. Gleichzeitig erklären 19 Prozent, inzwischen skeptischer geworden zu sein.


Diese differenzierte Haltung zeigt sich auch beim Kaufverhalten. Lediglich vier Prozent übernehmen KI-Empfehlungen ohne weitere Prüfung. 96 Prozent ziehen zusätzliche Informationsquellen heran, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen. Am häufigsten werden dafür klassische Suchmaschinen (50 Prozent), Unternehmenswebsites (48 Prozent), zitierte Quellen (33 Prozent) sowie Bewertungen (25 Prozent) genutzt. Darüber hinaus stellen 24 Prozent der Nutzer der KI zusätzliche Rückfragen, um Empfehlungen besser einordnen zu können.




Aktuelle Bewertungen beeinflussen die Conversion


Ob aus einer KI-Empfehlung tatsächlich ein Kunde wird, hängt laut Studie vor allem von den nachgelagerten Informationen ab. Den größten Einfluss haben aktuelle Bewertungen. Für 32 Prozent der Befragten sind sie der wichtigste Faktor bei der Kaufentscheidung. Damit liegen sie noch vor Sternebewertungen (28 Prozent), der Anzahl der Bewertungen (26 Prozent) sowie deren Inhalt und Tonalität (21 Prozent).


„Unternehmen mit wenigen, aber aktuellen Bewertungen sind gegenüber jenen mit umfangreichen, aber veralteten Bewertungen im Vorteil“, erklärt Armin Doll.


„Reviews werden damit zum entscheidenden Bindeglied zwischen KI-Sichtbarkeit und tatsächlicher Conversion.“

Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass sich die lokale Suche in Deutschland zunehmend zu einem hybriden Modell entwickelt. KI wird immer häufiger zum Einstiegspunkt bei der Informationssuche, während klassische Recherchewege und aktuelle Bewertungen weiterhin eine zentrale Rolle für die endgültige Kaufentscheidung spielen.



it&d business Redaktion



Kommentare


bottom of page