KI-Natives definieren die Arbeitswelt neu
- vor 6 Tagen
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Während andere noch zögern, setzt Salesforce bereits auf eine neue Talentgeneration – und schreibt damit die Regeln des Arbeitsmarkts neu. Ein Gastkommentar von Manuela Mohr-Zydek, Country Managerin bei Salesforce Österreich.

Die Arbeitswelt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel: Künstliche Intelligenz verändert Aufgabenprofile, Arbeitsweisen und Kompetenzanforderungen in nahezu allen Branchen. Gleichzeitig verschärft sich der Fachkräftemangel – auch in Österreich: laut aktueller EY-Studie haben knapp drei Viertel (72 Prozent) der mittelständischen Betriebe nach eigenen Angaben Schwierigkeiten, geeignetes Personal zu finden. Unternehmen stehen damit vor einer doppelten Herausforderung: Sie müssen Produktivität steigern und gleichzeitig Talente gewinnen, entwickeln und langfristig binden.
Initiative statt Abwarten
Viele Unternehmen reagieren auf diese Entwicklung derzeit noch zurückhaltend: Prozesse werden automatisiert, Investitionen in Nachwuchstalente teilweise aufgeschoben und Einstiegspositionen neu bewertet. Gleichzeitig wächst die Diskussion darüber, wie sich KI langfristig auf Berufsbilder und Karrierewege auswirken wird. Der Reflex vieler Unternehmen: abwarten, automatisieren, einsparen.
Salesforce geht den entgegengesetzten Weg: Mit dem neuen Builder-Programm stellen wir global gezielt 1.000 Absolvent:innen sowie Praktikant:innen ein, um die Zukunft von Agentforce mitzugestalten. Wir setzen gezielt auf KI-Natives, die nicht erst lernen müssen, mit KI zu arbeiten, weil sie mit ihr aufgewachsen sind. Sie denken nicht in Hierarchien, sondern in Möglichkeiten. Sie müssen sich nicht an KI anpassen, sie entwickeln sie bereits selbst.
Die Datenlage spricht für sich: KI-Natives setzen KI viermal häufiger täglich ein als andere Generationen, liefern Ergebnisse dreimal schneller als klassische Manager und steigern die Arbeitsqualität nachweislich um bis zu 40 Prozent – das zeigt ebenfalls eine aktuelle EY-Studie. Was viele Unternehmen noch als Risiko begreifen, ist in Wirklichkeit ein strategischer Vorteil. Wer heute in KI-native Talente investiert, baut morgen resilientere, innovativere Organisationen.
Das Erfolgsmodell: Attract, Assess, Activate
Über das Futureforce-Programm hat Salesforce bereits mehr als 10.000 Nachwuchskräfte eingestellt und dabei gelernt, was funktioniert und was nicht. Auf Basis dieses umfangreichen Erfahrungsschatzes aus der Nachwuchsförderung hat Salesforce das „Emerging Talent Playbook" als konkreten Leitfaden für Unternehmen sowie das praxisnahe 3A-Modell (Attract, Assess, Activate) entwickelt:
Attract bedeutet, Talente dort abzuholen, wo sie sind: durch Hackathons, Lehrplanpartnerschaften und immersive Einblicke ins Unternehmen. Denn KI-Kompetenz beginnt vor dem ersten Arbeitstag.
Assess heißt, nicht nur Fachwissen zu prüfen, sondern kognitive Anpassungsfähigkeit – die Bereitschaft, schnell zu lernen, umzudenken und neue KI-Technologien anzuwenden.
Activate meint strukturiertes Onboarding, Mensch-Agenten-Kollaboration und Reverse Mentoring: Junge Teammitglieder bringen frische Perspektiven ein und erfahrene das institutionelle Wissen. Studien zeigen, dass diese Kombination die KI-Bereitschaft einer Organisation um 15 Prozent steigern kann.
Mein Aufruf an die österreichische Unternehmenslandschaft:
Die Frage ist nicht, ob KI die Arbeit verändern wird – das passiert gerade. Die entscheidende Frage ist, ob Unternehmen diese Veränderung aktiv gestalten möchten und ihr Unternehmen nicht nur technologisch, sondern auch personell dafür in die richtige Ausgangsposition bringen.
Gastbeitrag von Manuela Mohr-Zydeki





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