Digitalisierung schafft messbaren Nutzen entlang der gesamten Patient Journey
- vor 5 Tagen
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MP2 IT-Solutions und Economica präsentierten die erste österreichweite Studie zum Nutzen von Digital Healthcare für eine durchgängige Experience von Patient:innen. Fazit: Die erzielte Effizienzsteigerung durch digitale Lösungen und Services ist evident – genauso wie das Potenzial für weitere Verbesserungen.

In der Studie mit dem Titel „Der Bruttonutzen von Digital Healthcare entlang der Patient Journey – primärdatenbasierte Evidenz zu Effizienzgewinnen“ wird erstmals österreichweit der konkrete Nutzen digitaler Gesundheitslösungen entlang der gesamten Patient Journey analysiert. Die Ergebnisse wurden von den Studienmachern – dem Competence Center Digital Healthcare by MP2 IT-Solutions als Initiator und der Economica GmbH – am Rande des Österreichischen Gesundheitswirtschaftskongresses (ÖGWK) vorgestellt.
Digitalisierung ist auch und insbesondere im Gesundheitswesen kein Selbstzweck
Ziel der Studie ist es, evidenzbasierte Grundlagen für Entscheidungen im Gesundheitswesen zu schaffen, denn auch und insbesondere in diesem Bereich gilt: Digitalisierung geschieht nicht um ihrer selbst willen. Dementsprechend macht die Studie sichtbar, welchen Beitrag Digitalisierung derzeit zur Effizienzsteigerung, Qualitätsverbesserung und Entlastung von Gesundheitsberufen leistet.
Dabei wird die gesamte Digital Patient Journey durch das Gesundheitssystem betrachtet – von der Wahrnehmung erster Symptome über Information, Terminvereinbarung, Diagnose, Behandlung und Entlassung bis hin zur Nachbetreuung. Im Mittelpunkt stehen digitale Technologien wie Online-Portale, elektronische Gesundheitsakten, digitale Kommunikation, Apps oder KI-gestützte Anwendungen, die Prozesse verbessern, Services bieten und Patient:innen stärker einbinden.
Die Studie zeigt: Digitalisierung wirkt
Die Studienergebnisse zeichnen folgendes Bild: Digitalisierung ist im österreichischen Gesundheitswesen bereits angekommen und erzielt klar messbare Effekte. Durchschnittliche Zeiteinsparungen von 52 bis 62 Prozent pro digital-unterstützter Aufgabe sowie deutliche Reduktionen von Medienbrüchen, Dokumentationsfehlern und redundanten Arbeitsschritten verdeutlichen den Nutzen digitaler Lösungen.
Zu den zentralen Ergebnissen zählen:
Elektronische Verordnungen und elektronische Patientenakten (in 83 Prozent beziehungsweise 79 Prozent der Einrichtungen im Einsatz) sind nahezu Standard.
Besonders großer Digitalisierungsbedarf besteht künftig in den Bereichen Kommunikation während des Aufenthalts sowie bei der Nachbetreuung.
Rund 90 Prozent der Einrichtungen berichten über weniger Doppelerfassungen und redundante Arbeitsschritte durch Digitalisierung.
Die Arbeitsbelastung für das Personal nahm durch Digitalisierung in 80 Prozent der Einrichtungen ab.
Die Patienten- und Mitarbeiterzufriedenheit nahm in 57 Prozent beziehungsweise. 67 Prozent der Einrichtungen zu.
Die größten Herausforderungen der weiteren Digitalisierung bestehen weniger auf der strategischen als auf der operativen Ebene, bspw. aufgrund fehlender personeller Ressourcen, von Budgetrestriktionen und der Akzeptanz bei Patient:innen.
Wissenschaftlich begleitet wurde und wird die Studie von Univ.-Prof. Dr. Christian Helmenstein von Economica und seinem Team. Er betonte bei der Präsentation der Studienergebnisse: „Vor dem Hintergrund eines bis 2050 prognostizierten Mehrbedarfs von rund 196.500 Pflege- und Betreuungspersonen bei gleichzeitig schrumpfendem Arbeitskräftepotenzial ist die Effizienzsteigerung durch Digitalisierung keine ergänzende Maßnahme, sondern eine strukturelle Voraussetzung zur Aufrechterhaltung des bestehenden Versorgungsniveaus. Die Studie zum Bruttonutzen der Digitalisierung in österreichischen Gesundheitseinrichtungen belegt erstmals evidenzbasiert, dass sowohl das Personal entlastet als auch die Patientenzufriedenheit gesteigert werden können. Zeiteinsparungen von durchschnittlich 52 Prozent bis 62 Prozent in den erfassten Tätigkeitsbereichen, begleitet von messbaren Qualitätseffekten in den Einrichtungen, unterstützen diesen Befund zusätzlich.“
Evidenz als Grundlage für Entscheidungen
Gerlinde Macho, Gründerin des MP2 IT-Solutions, wies auf die große Bedeutung belastbarer Daten und wissenschaftlicher Evidenz für die Weiterentwicklung des österreichischen Gesundheitswesens hinsichtlich Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz hin: „Digitalisierung darf kein Selbstzweck sein. Wir brauchen Evidenz darüber, wo digitale Lösungen tatsächlich Nutzen stiften, Prozesse verbessern und Menschen entlasten. Genau hier setzt diese Studie an. Sie macht sichtbar, welchen Beitrag Digital Healthcare entlang der gesamten Patient Journey leistet, und liefert eine fundierte Grundlage für zukünftige Entscheidungen."
Und Manfred Pascher, geschäftsführenden Gesellschafter von MP2 IT-Solutions, zeigte den Fokus auf, den man mit dem unternehmenseigenen Competence Center Digital Healthcare setzen kann: „Wir haben auch gezielt die Befragung auf Seiten der Gesundheitsbetriebe angesetzt. Unser Ziel ist es, Digitalisierung dort voranzutreiben, wo sie den größten Mehrwert für Patient:innen, Fachpersonal und Einrichtungen schafft.“
Weitere Infos zur Studie unter www.mp2.at/studie
it&d business Redaktion





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