Zwischen KI-Investitionen und Kostendruck
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Cybersecurity, IT-Modernisierung, digitale Souveränität und Künstliche Intelligenz zählen zu den wichtigsten Investitionsfeldern der kommenden Jahre. Gleichzeitig stehen CIOs unter wachsendem Druck, steigende Anforderungen, knappe Budgets und höhere Lizenz- sowie Token-Kosten in Einklang zu bringen. Das zeigt die aktuelle Lünendonk-Studie „Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland“.

CIOs stehen vor der Aufgabe, bestehende IT-Landschaften weiterzuentwickeln und gleichzeitig neue Technologien wirtschaftlich einzuführen. Neben steigenden regulatorischen Anforderungen gewinnen Themen wie Künstliche Intelligenz, Cybersecurity und digitale Souveränität an Bedeutung. Die neue Lünendonk-Studie 2026 „Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland“ zeigt, welche Prioritäten Unternehmen für die kommenden Jahre setzen und welche Faktoren Investitionsentscheidungen beeinflussen. Für die Untersuchung wurden mehr als 200 IT-Verantwortliche aus dem gehobenen Mittelstand sowie aus Großunternehmen und Konzernen sowie über 100 IT-Dienstleister befragt.
Cybersecurity bleibt wichtigste Investitionspriorität
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Cybersecurity die höchste Priorität auf der Investitionsagenda der CIOs einnimmt. 92 Prozent der befragten Unternehmen wollen in den Jahren 2026 und 2027 verstärkt in diesen Bereich investieren. Als wesentliche Treiber nennt die Studie steigende regulatorische Anforderungen sowie neue KI-basierte Angriffsmethoden.
Auf Platz zwei folgt die IT-Modernisierung. 74 Prozent der CIOs treiben die Modernisierung ihrer historisch gewachsenen IT-Systeme voran, um diese auf zukünftige Anforderungen auszurichten. Ebenfalls hohe Priorität haben Trainings und Weiterbildungen zu digitalen Technologien mit 70 Prozent sowie Digitale Souveränität und Systemintegration mit jeweils 69 Prozent. Data & Analytics als Grundlage für KI planen 66 Prozent der Unternehmen auszubauen, während 64 Prozent Investitionen in Künstliche Intelligenz selbst vorsehen.
Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage erhöhen nach Angaben der Studie 55 Prozent der Unternehmen ihr IT-Budget. 16 Prozent rechnen sogar mit einem Budgetanstieg von mehr als zehn Prozent.

KI wird zum festen Bestandteil der Unternehmens-IT
Die Studie zeigt zudem, dass KI zunehmend alle Bereiche der Unternehmens-IT durchdringt. Besonders großes Potenzial sehen die befragten IT-Verantwortlichen in der Softwareentwicklung: 83 Prozent erwarten dort einen hohen Nutzen. Für den Bereich Cybersecurity liegt dieser Wert bei 80 Prozent.
Auch im IT-Support gewinnt KI an Bedeutung. Sieben von zehn Unternehmen wollen Künstliche Intelligenz unter anderem für die automatisierte Bearbeitung von Support-Tickets einsetzen. Im Bereich der IT-Modernisierung planen 52 Prozent einen entsprechenden Einsatz.
Mario Zillmann, Studienautor und Senior Partner bei Lünendonk, ordnet die Entwicklung ein:
„KI wird in den nächsten Jahren zum festen Bestandteil der Unternehmens-IT und übernimmt abhängig von Betriebsrelevanz und Komplexität der Prozesse zunehmend autonome Aufgaben.
Aktuell sind Unternehmen vor allem beschäftigt, ihre Pilotprojekte in den Produktivbetrieb zu überführen und zu skalieren – bei gleichzeitig steigenden Token-Kosten. KI-Investitionen werden daher stärker auf ihre Wirtschaftlichkeit geprüft und enger gesteuert.“
Steigende Kosten schränken den Investitionsspielraum ein
Obwohl die IT-Budgets in vielen Unternehmen wachsen, beschreibt die Studie den finanziellen Handlungsspielraum als begrenzter als noch vor zwei Jahren. Kosteneinsparungsprogramme und die anhaltend schwierige Konjunkturlage dämpfen nach Einschätzung der Studienautoren die Investitionsbereitschaft.
Als zusätzlicher Kostenfaktor gewinnen steigende Lizenz- und Token-Kosten sowie verbrauchsabhängige Abrechnungsmodelle an Bedeutung. Unternehmen prüfen Investitionen deshalb stärker unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten und priorisieren Projekte entsprechend.

Tobias Ganowski, Co-Autor der Studie und Senior Consultant bei Lünendonk, erklärt:
„Um das Maximum aus den zur Verfügung stehenden Mitteln herauszuholen, werden CIOs ihre Anstrengungen verstärken, mehr Wirkung aus dem zur Verfügung stehenden Budget zu erzielen. KI wird dabei eine zentrale Rolle spielen.“
Die Studie „Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland“ wurde in Zusammenarbeit mit den IT-Dienstleistern Arvato Systems, BWI, conet, Datagroup, Ewerk, OEDIV und q.beyond erstellt,
it&d business Redaktion

