KI beschleunigt die Arbeit – doch die „letzte Meile“ bleibt manuell
KI-Assistenten werden zunehmend zum Ausgangspunkt der Wissensarbeit. Eine von Dropbox beauftragte Studie zeigt jedoch, dass zwischen KI-generierten Inhalten und fertigen Arbeitsergebnissen weiterhin zahlreiche manuelle Schritte liegen. 84 Prozent der Befragten sagen, dass KI Inhalte schneller erstellt, als die Prozesse und Workflows ihrer Organisationen Schritt halten können.

Künstliche Intelligenz senkt die Hürden für die Erstellung eines ersten Arbeitsergebnisses. Doch wer mit KI arbeitet, schließt seine Arbeit nicht zwangsläufig auch dort ab. Eine von Dropbox beauftragte Studie zeigt eine Lücke zwischen dem Ort, an dem Arbeit heute beginnt, und dem Aufwand, der notwendig ist, um sie abzuschließen.
KI kann innerhalb weniger Sekunden einen Output erzeugen. Anschließend müssen Inhalte jedoch häufig zwischen Anwendungen verschoben, an Kollegen weitergegeben und für die Abnahme vorbereitet werden. 84 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass KI Mitarbeitenden dabei hilft, Inhalte schneller zu erstellen, als die Prozesse und Workflows ihrer Organisationen Schritt halten können.
KI-Inhalte wandern durch mehrere Anwendungen
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Wie viele manuelle Schritte weiterhin notwendig sind, zeigen weitere Ergebnisse der Studie. 74 Prozent der Befragten verschieben KI-generierte Inhalte an einem durchschnittlichen Arbeitstag mit KI mindestens dreimal manuell zwischen verschiedenen Anwendungen. 30 Prozent tun dies sogar sechsmal oder häufiger.
Zudem nutzen 65 Prozent der Befragten drei oder mehr Anwendungen, um eine typische KI-gestützte Aufgabe abzuschließen.
Gleichzeitig wird KI zunehmend zum Ausgangspunkt der Wissensarbeit. 54 Prozent der Befragten geben an, einen KI-Assistenten als primären Ausgangspunkt für neue Wissensarbeit zu nutzen. Damit liegt KI in der Studie vor Dokumenten, E-Mails, Suchmaschinen und Projektmanagement-Tools. Lediglich elf Prozent sagen jedoch, dass KI bereits heute ohne weitere Hürden fertige Arbeitsergebnisse liefert.
Genauigkeit und Sicherheitsanforderungen als Hürden
Als größte Herausforderung auf dem Weg von KI-generierten Inhalten zu fertigen Geschäftsergebnissen nennen 40 Prozent der Befragten die Genauigkeit der Ergebnisse. Für 26 Prozent stellen Sicherheitsanforderungen oder Unternehmensrichtlinien die größte Hürde dar.
Hinzu kommen laut Studie Reibungsverluste durch das Verschieben von Aufgaben zwischen Anwendungen, Freigabeprozesse und fehlenden geschäftlichen Kontext. Dropbox bezeichnet diesen Weg vom ersten KI-generierten Ergebnis bis zur fertigen Arbeit als neue „letzte Meile“.
Dabei wird KI-generierte Arbeit zunehmend Bestandteil des langfristigen Unternehmenswissens. 43 Prozent der Befragten geben an, dass der Großteil ihrer wöchentlichen KI-gestützten Arbeit dauerhaft in Teamdokumentationen oder gemeinsamen Wissensdatenbanken landet.
Dropbox sieht Bedarf für durchgängige Workflows
Aus Sicht von Dropbox müssen deshalb Inhalte und Kontextinformationen mitwandern, wenn Arbeit zwischen Menschen und KI wechselt. Gleichzeitig benötigen die daraus entstehenden Ergebnisse einen dauerhaften Ort, an dem Teams sie weiterentwickeln können.
Dropbox will dies unterstützen, indem Inhalte und Kontext über unterschiedliche KI-Anwendungen hinweg miteinander verknüpft werden. Nach Angaben des Unternehmens ist die Nutzung seiner KI-Partner-Tools in den vergangenen vier Monaten um das 13-Fache gestiegen.
Die Studie zeigt damit eine Verschiebung in der Wissensarbeit: KI übernimmt zunehmend die Erstellung erster Ergebnisse, während bis zur fertigen und nutzbaren Arbeit weiterhin manuelle Schritte, Freigaben und der notwendige Geschäftskontext eine wesentliche Rolle spielen.
it&d business Redaktion





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