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Wie AI, ERP und HR die Zukunft formen

  • 23. Feb.
  • 4 Min. Lesezeit

Lokale Expertise und globale Exzellenz zusammenzuführen, lautet die Strategie von Tin Mičević, Managing Director von NTT DATA Business Solutions Austria. Um die heimischen Unternehmen dabei zu unterstützen, nachhaltigen Fortschritt zu schaffen, baut der weltweit führende SAP- und IT-Dienstleister seine Präsenz in Österreich konsequent aus.



Foto: VOGUS
Foto: VOGUS

Seit dem 1. Juli 2025 hat NTT DATA Business Solutions Austria mit Tin Mičević einen neuen Managing Director. Die strategische Richtung ist für ihn klar: Österreichische Unternehmen sollen noch stärker von der Kombination aus lokaler Nähe und globaler Expertise der NTT DATA Gruppe in den Bereichen AI-Innovation, Business Software, ERP und HR-Systeme profitieren. Sein Motto lautet: Wo lokale Expertise auf globale Exzellenz trifft, entsteht nachhaltiger Fortschritt.

In einer Zeit, in der KI, datenzentrierte Geschäftsmodelle und moderne ERP- und HR-Lösungen die Wettbewerbsfähigkeit ganzer Branchen neu definieren, baut NTT DATA Business Solutions seine Präsenz in Österreich konsequent aus. Ziel ist es, Unternehmen mit regionalem Verständnis zu begleiten und gleichzeitig die Stärke eines der weltweit führenden SAP- und IT-Dienstleister einzubringen.


Herr Mičević, wie positioniert sich NTT DATA Business Solutions Österreich im Vergleich zu internationalen IT-Dienstleistern, und welche spezifischen Vorteile lassen sich dabei als Teil des globalen NTT-Netzwerks für die heimischen Kunden einbringen?


NTT DATA Business Solutions Österreich positioniert sich als lokaler Partner auf Augenhöhe. Wir verbinden die Nähe, Verlässlichkeit und Marktkenntnis eines regionalen Unternehmens mit der Lieferfähigkeit, Innovationskraft und Skalierbarkeit eines globalen IT-Leaders. Wir verstehen die österreichischen Anforderungen fachlich, kulturell und regulatorisch. Unsere Zusammenarbeit ist persönlich, transparent und pragmatisch.

Als Teil der NTT DATA Gruppe bieten wir unseren Kunden zugleich globale Exzellenz, zum Beispiel modernste KI-Technologien, intelligente Automatisierung und ein vollständiges SAP-Leistungsportfolio von ERP bis HR sowie von CX bis Analytics aus einer Hand. Ergänzt wird das durch starke Ökosystem-Partnerschaften mit Microsoft und ServiceNow, die unsere End-to-End-Fähigkeiten weiter ausbauen. Die Verbindung aus lokaler Geschwindigkeit und globaler Skalierbarkeit stärkt zudem Umsetzbarkeit und Lieferfähigkeit. Kurz gesagt: Wir sind nah genug, um zu verstehen, und groß genug, um in höchster Qualität zu liefern.


Wie lässt sich mit diesen Vorteilen die digitale Transformation heimischer Unternehmen konkret in der Praxis unterstützen und wie lassen sich dabei konkrete Business Outcomes erzielen?


Ein sehr gutes Praxisbeispiel ist unsere Zusammenarbeit mit Haberkorn, einem führenden technischen Großhändler mit Sitz in Vorarlberg. Das Unternehmen stand vor der Herausforderung, starkes anorganisches Wachstum zu integrieren, unterschiedliche ERP-Systeme zu harmonisieren und eine einheitliche digitale Basis für künftiges Wachstum zu schaffen.

Gemeinsam haben wir eine SAP S/4HANA Private Cloud Greenfield-Implementierung durchgeführt und eine integrierte Systemlandschaft aufgebaut. Beschaffung, Logistik, Finance, EWM, Stammdatenmanagement und unternehmensweite Reporting-Prozesse wurden modernisiert. Besonders wichtig war die reibungslose Datenmigration. Über 190.000 Materialstämme und 20.000 Business Partner wurden erfolgreich in die neue Plattform überführt. Das war ein entscheidender Schritt für die operative Stabilität des Unternehmens


Und konnte dabei auch messbarer Nutzen erzielt werden?

Haberkorn konnte den Übergang zum Live-Betrieb ohne Produktionsunterbrechung vollziehen und war ab dem ersten Tag vollständig lieferfähig. Für ein Handelsunternehmen dieser Größe ist das ein enormer Erfolgsfaktor. Zusätzlich wurde ein globales Template geschaffen, das nun als Basis für weitere Rollouts in der Unternehmensgruppe dient und zukünftige Expansion deutlich beschleunigt.

Wir haben hier unser tiefes SAP-Know-how mit einem klaren Verständnis für österreichische Unternehmensrealitäten verbunden. Das Ergebnis sind skalierbare Plattformen, stabile Prozesse und konkrete Business Outcomes. Diese reichen von höherer Datenqualität über effizientere Wertschöpfungsketten bis hin zu operativer Resilienz und nachhaltigen Wachstumsperspektiven.

 

Ein großes Thema, das aktuell die Diskussion dominiert, ist Agentic AI. Wie integrieren Sie diese Technologien konkret in Ihre SAP- und Enterprise-Lösungen für österreichische Mittelständler und Konzerne?


Wir integrieren diese Technologien sehr konkret und praxisnah in die SAP- und Enterprise-Landschaften unserer österreichischen Kunden. Dabei kombinieren wir eingebettete SAP Business AI, agentenbasierte Lösungen und eigene NTT DATA KI-Assets.

Mit SAP Business AI und SAP Joule bringen wir bereits heute über 230 KI-Funktionen in Finance, HR, Supply Chain und Vertrieb produktiv in den Arbeitsalltag. Joule verfügt über mehr als 1.600 Skills. Das bietet den Vorteil, dass diese Funktionen sofort verfügbar, sicher und standardisiert einsetzbar sind.

Ergänzend setzen wir eigene Lösungen ein, zum Beispiel das globale Smart AI Agent Ecosystem von NTT DATA. Damit entwickeln wir autonome, generative KI-Agenten, die Aufgaben planen, Entscheidungen vorbereiten und sich tief in SAP- und Non-SAP-Prozesse integrieren. Mit unserem AI Starter Package und GenAI Accelerated ermöglichen wir österreichischen Unternehmen einen schnellen, sicheren und skalierbaren Einstieg auf Basis von SAP BTP, Microsoft Azure und flexiblen LLM-Modellen. So wird KI für Mittelstand und Konzerne unmittelbar nutzbar.


Angesichts der neuen Themen und Technologien sowie des Fachkräftemangels im IT-Sektor: Wie gelingt es Ihnen, die notwendigen Top-Talente in Österreich zu gewinnen?


Wir entwickeln unsere Fachkräfte gezielt selbst und schaffen ein Umfeld, in dem sie langfristig bleiben möchten. Eine zentrale Rolle spielt unser JET-Programm, das Junior Expert Training, das wir gezielt in Österreich einsetzen. Dabei investieren wir frühzeitig und bauen Talente systematisch auf. Das reicht von Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen bis zu Young Professionals.

Die Teilnehmenden durchlaufen ein strukturiertes Trainingsprogramm mit SAP-Schwerpunkt, erhalten Mentoring, sammeln reale Projektpraxis und profitieren von einem klar planbaren Karrierepfad. Dieses Modell ermöglicht es uns, Talente früh zu binden und ihnen eine klare Perspektive zu bieten.

 

Gerade junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden, gilt heute als große Herausforderung. Was ist Ihr Erfolgsrezept?


Wir bieten ein Umfeld, in dem Menschen wachsen können. Unsere Teams arbeiten in einer Kombination aus lokaler Nähe und globalem Wissenstransfer. Mitarbeitende können sich in Österreich entfalten und gleichzeitig auf das Know-how eines globalen NTT DATA Netzwerks zugreifen,

von SAP-Expertinnen und Experten bis zu KI-Spezialisten.

Partnerschaft auf Augenhöhe, Flexibilität, gezielte Weiterbildungsprogramme, moderne KI-gestützte Tools und die Möglichkeit, an relevanten Transformationsprojekten zu arbeiten, sind für viele entscheidender als Titel oder Zusatzleistungen.


In welchen österreichischen Branchen beobachten Sie aktuell den stärksten Druck, wenn es um Digitalisierung, Automatisierung und den Einsatz von KI geht und wo müssen Unternehmen jetzt besonders schnell handeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben?


Aus meiner Sicht lässt sich keine einzelne Branche isoliert betrachten. Der Druck zur Digitalisierung, Automatisierung und insbesondere zur sinnvollen Nutzung von KI ist mittlerweile in allen Sektoren spürbar. Die technologische Dynamik ist hoch, Innovationszyklen werden kürzer und internationale Wettbewerber agieren zunehmend datengetrieben. Wer hier nicht Schritt hält, riskiert strukturelle Nachteile. Österreich verfügt über viele Hidden Champions, hochspezialisierte und international erfolgreiche Unternehmen. Gerade für diese gilt es, bestehende Stärken mit digitalen Technologien weiterzuentwickeln und KI gezielt dort einzusetzen, wo sie echten Mehrwert schafft. Entscheidend ist weniger blinder Aktionismus, sondern eine klare strategische Einbettung in das Geschäftsmodell.

Aus meiner Erfahrung profitieren Unternehmen besonders dann, wenn sie Transformation ganzheitlich denken, also Technologie, Prozesse und Organisation gemeinsam weiterentwickeln. Nur so lässt sich nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit sichern. Jetzt ist der Moment, aktiv zu werden, denn wer heute investiert, wird morgen zu den Gewinnern gehören.

 

 

it&d business Redaktion


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