Ingram Micro: Was bedeuten die Technologie-Trends für den Channel?
- 24. Feb.
- 5 Min. Lesezeit
Vier Experten des weltweit tätigen Distributors Ingram Micro zeigen, welche konkreten Effekte KI & Co. heuer in den einzelnen Bereichen bringen werden und welcher künftige Transformationsbedarf sich dadurch auch für den Channel ergibt.

Die IT‑Trends 2026 verändern den Markt schneller und umfassender als in den Jahren zuvor. Für den österreichischen Channel bedeutet das neue Anforderungen an Beratung, Sicherheit, Betriebsmodelle und Endgeräte. Ingram Micro unterstützt seine Partner dabei, diese Trends nicht nur zu verstehen, sondern in konkrete Lösungen und Services zu übersetzen – mit Fachwissen, Plattformen wie Xvantage und einem breiten Technologieportfolio über alle Geschäftsbereiche hinweg.
Welche Technologietrends prägen 2026 am stärksten?
2026 ist ein Jahr, in dem viele Technologien endgültig im Alltag ankommen. Künstliche Intelligenz wird breiter eingesetzt – nicht mehr nur in Pilotprojekten, sondern in echten Geschäftsprozessen. Gleichzeitig entstehen durch hybride Cloud-Modelle, steigende Sicherheitsanforderungen und nachhaltigere IT-Strategien neue Prioritäten in der Budgetplanung.
In vielen Gesprächen mit Kunden zeigt sich, dass Unternehmen heute weniger über einzelne Produkte sprechen, sondern klar über Ergebnisse: Effizienz, Sicherheit, Flexibilität und bessere Planbarkeit. Genau diese Erwartungshaltung prägt die kommenden Monate.
Vier Fachbereichsleiter und Experten von Ingram Micro zeigen, wie sich diese Trends in den jeweiligen Bereichen konkret auswirken:
Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz konkret im Jahr 2026?

Für Andreas Steinböck, der den Bereich Client and Endpoint Solutions bei Ingram Micro leitet, entwickelt sich KI vom Zusatz-Feature zum festen Bestandteil moderner IT-Landschaften: „Viele Funktionen laufen künftig direkt auf Geräten oder Edge-Systemen – also dort, wo Daten entstehen. Das macht Anwendungen schneller, zuverlässiger und unabhängiger von der Cloud. KI unterstützt bereits heute automatisierte Support-Prozesse, Auswertungen großer Datenmengen und intelligente Workflows.“
KI‑PCs werden Standard – besonders für Office, Schule und Home‑Office – und die Geräte werden durch automatische Optimierung, lokale KI‑Modelle und bessere Sprach‑ und Bildverarbeitung zunehmend „intelligenter“. Auch das Zubehör wird smarter und zugleich langlebiger – die Peripherie passt sich automatisch dank smarter Gadgets, KI Webcams, adaptiver Headsets und intelligenter Eingabegeräte via KI an das Nutzerverhalten an.
Ein Faktor spielt 2026 eine noch größere Rolle bei Kaufentscheidungen: Nachhaltigkeit. Dementsprechend setzen die Hersteller verstärkt auf recycelte Kunststoffe, langlebige, wartungsarme Designs und noch effizientere Komponenten sowie modulares und reparierbares Zubehör.
„Wir sehen, dass KI aus dem Experimentieren heraus ist und im täglichen Arbeiten echten Mehrwert liefert“,
so das Fazit von Andreas Steinböck für den Bereich Client and Endpoint Solutions.
Cloud und Hybrid – in welche Richtung entwickelt sich die Infrastruktur?

Für Thomas Hofbauer, Fachbereichsleiter Advanced & Speciality Solutions bei Ingram Micro, steht fest: „Cloud wird 2026 noch stärker als flexibles Betriebsmodell verstanden. Die meisten Unternehmen setzen auf eine Kombination aus Public Cloud, Private Cloud und eigenen Systemen. So behalten sie Kontrolle über sensible Daten, erfüllen regulatorische Anforderungen und bleiben gleichzeitig innovativ."
Zudem beobachtet er, dass Edge-Computing an Bedeutung gewinnt: Rechenleistung wandert näher an Maschinen, Geräte und Anwendungen, um Geschwindigkeit und Ausfallsicherheit zu erhöhen. Viele Unternehmen suchen dabei nach einer Architektur, die Kosten im Griff behält und gleichzeitig Zukunftssicherheit bietet. Auch Hofbauer sieht KI zum Standard in Infrastruktur & Service werden. Künstliche Intelligenz wandert in Security, Monitoring, Automatisierung und VDI – und generiert auf diese Weise weiteren Transformationsbedarf für den Channel, der sich vom Produktlieferanten zum KI‑Enabler entwickeln muss und sich zugleich auch weiter vom Stückgeschäft hin zu Managed Services und XaaS‑Modellen bewegt.
„Hybrid-Modelle schaffen die Balance zwischen Kontrolle und Innovation, die Unternehmen heute brauchen“,
zeigt Thomas Hofbauer einen Trend und zugleich ein Erfolgsrezept für den Bereich Advanced & Specialty Solutions auf.
Wie verändert sich die Cybersecurity-Landschaft 2026?

Auch für Dominic Sabaditsch, der den Bereich Cloud & Cybersecurity bei Ingram Micro leitet, wird KI 2026 zum Kern moderner Cloud-Strategien: „Künstliche Intelligenz wird 2026 zum zentralen Entscheidungskriterium bei Cloud-Anbietern und treibt Automatisierung, Effizienz und neue Betriebsmodelle voran. Unternehmen integrieren KI tief in hybride und Multicloud-Architekturen, um Flexibilität und Innovationsgeschwindigkeit zu steigern."
In der Cybersecurity wird KI für Sabaditsch mit hoher Geschwindigkeit zum echten Game Changer – und befeuert das Cyberwettrüsten: Cyberangriffe werden komplexer und nutzen selbst KI, um Muster zu erkennen oder Abwehrmechanismen zu umgehen. Unternehmen müssen deshalb Sicherheit dauerhaft mitdenken – nicht nur beim Produktkauf, sondern als durchgängiges Betriebsmodell. Zero-Trust-Architekturen und identitätsbasierte Sicherheitskonzepte setzen sich durch, weil sie besser zu den modernen, verteilten IT-Umgebungen passen.
Auch der regulatorische Druck steigt: Viele Unternehmen beschäftigen sich intensiver mit Compliance, Risikoanalysen und der kontinuierlichen Überwachung ihrer IT.
„Security ist 2026 kein abgeschlossener Zustand mehr, sondern ein dauerhafter Prozess – und ein klarer Servicebereich für den Channel“,
lautet Dominic Sabaditschs Resümee für den Bereich Cloud & Cybersecurity.
Welche Innovationsfelder rund um Endgeräte gewinnen 2026 an Bedeutung?

Und natürlich ist Intelligenz auch bei Smartphones, Tablets und Wearables immer stärker gefragt, konstatiert Alfred Petracs, Leiter des Fachbereiches Mobility bei Ingram Micro: „Endgeräte werden intelligenter und nachhaltiger. AI-Hardware, faltbare Displays oder Dual‑Screen‑Modelle sowie verbesserte Batterietechnologien machen die Geräte leistungsfähiger und flexibler. Bei den Motiven für eine Kaufentscheidung rücken neben der Performance auch die Fragen der Einsetzbarkeit und Produktlebensdauer immer stärker in den Fokus."
Geräte werden damit strategischer – Smartphones sind nicht nur Arbeitswerkzeuge, sondern werden zu Bausteinen einer ganzheitlichen IT-Strategie. Künstliche Intelligenz nimmt nicht nur eine zentrale Rolle ein, sondern wird 2026 darüber hinaus zum Wachstumstreiber. Vor allem zwei Faktoren sind dafür verantwortlich: Der eine Faktor ist AI‑Native Hardware – es geht weg von Cloud AI hin zu mehr On‑Device‑Intelligenz durch den Einsatz neuer AI-Prozessoren. Der andere ist Agentic AI, der die Entwicklung weg vom „App-Container" und hin zum autonom handelnden Assistenten verstärkt.
„Viele Kunden achten heute stärker auf Nutzungsdauer, Energieeffizienz und sinnvolle Innovation, nicht nur auf reine Leistung“,
beobachtet Alfred Petracs die Entwicklung im Bereich Mobility.
Was bedeuten diese Trends für den IT-Channel?
Der Channel entwickelt sich zu einem strategischen Begleiter für Unternehmen. Produktgeschäft bleibt wichtig, aber der eigentliche Mehrwert entsteht durch Beratung, Integration und Services. Partner müssen Technologien einordnen, Lösungen kombinieren und langfristige Betriebsmodelle anbieten.
Wer sich jetzt auf KI, Security, Cloud und moderne Workplace-Konzepte spezialisiert, schafft sich eine starke Position im Markt — nicht nur kurzfristig, sondern langfristig.
Wie sollten sich Unternehmen und Partner jetzt vorbereiten?
Drei Punkte sind für 2026 entscheidend: Erstens Technologiewissen aufbauen, vor allem in KI, Cloud und Security; zweitens serviceorientiert denken, um wiederkehrende und planbare Geschäftsmodelle zu entwickeln; drittens Komplexität reduzieren, indem Technologie verständlich gemacht und in funktionierende Lösungen übersetzt wird. Unternehmen, die frühzeitig strategisch investieren, sichern sich klare Vorteile bei Effizienz, Sicherheit und Innovationskraft.
In diesem dynamischen Umfeld brauchen viele Unternehmen einen Partner, der technologische Entwicklungen verständlich macht und den Weg von der Planung bis zum Betrieb begleitet. Ingram Micro unterstützt den Channel dabei, neue Geschäftsmodelle aufzubauen, moderne Lösungen zu integrieren und die Chancen von KI, Cloud, Security und modernen Workplace-Konzepten in die Praxis zu bringen.
Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Ingram Micro Sie auf diesem Weg begleiten kann, steht das Team unter sales@ingrammicro.com jederzeit zur Verfügung oder informieren Sie sich über moderne Möglichkeiten der Zusammenarbeit auf Xvantage.
it&d business Redaktion





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