top of page
AW_Banner_it&t_755x120.jpg

Hohe PC-Preise werden zur Normalität

vor 2 Tagen
2 Min. Lesezeit

Der KI-Boom, knappe Fertigungskapazitäten und geopolitische Krisen setzen den Markt für PC-Komponenten weiter unter Druck. Mike Finckh, Geschäftsführer des Value Added Distributors Concept International, rechnet nicht mit einer schnellen Entspannung und zeigt auf, wie Unternehmen ihre IT-Projekte unter diesen Bedingungen planbarer gestalten können.



Foto: Concept
Foto: Concept

Steigende Preise betreffen längst nicht mehr nur einzelne Hochleistungskomponenten. Auch RAM, SSDs und Mainboards für klassische PC-Systeme geraten unter Kostendruck. In seinem Gastkommentar ordnet Mike Finckh die aktuelle Entwicklung ein und nennt Lösungsansätze für Unternehmen.


„Die angespannte Lage auf dem globalen Markt für PC-Komponenten verschärft sich im vierten Quartal 2026 erneut. Die Hoffnung, dass sich die Preise nach den exorbitanten Steigerungen des Frühjahrs von bis zu 150 Prozent im Laufe des Jahres stabilisieren, hat sich nicht erfüllt. Inzwischen sind nicht nur Hochleistungs-CPUs und -Speicher von den enormen Preissteigerungen betroffen, sondern nahezu alle Kernkomponenten klassischer PC-Systeme: von anfänglich RAM über SSDs nun hin zu Mainboards.



KI-Boom und Lieferketten treiben die Kosten


PC-Hersteller spüren die Folgen des KI-Booms weiterhin massiv: Halbleiterproduzenten verlagern ihre Fertigungskapazitäten verstärkt auf hochmargige Server- und KI-Komponenten, was zu spürbaren Engpässen für klassische Business-PCs führt. Die Analysten von Trendforce gehen in einer aktuellen Studie davon aus, dass die Preise für konventionellen RAM und SSD im vierten Quartal 2026 jeweils rund 15 Prozent gegenüber dem dritten Quartal steigen werden. Dazu kommt, dass die anhaltenden geopolitischen Krisen unsere Lieferketten stark belasten. Zum Beispiel: Die Beschädigung wichtiger Petrochemie-Anlagen in Jubail in Saudi-Arabien vom April hat für massive Preisanstiege bei PPE-Harzen gesorgt. Und PPE-Harze sind für die Leiterplattenproduktion (PCB) essenziell, deshalb sind die Rohstoffpreise in diesem Segment im Oktober gegenüber dem März 2026 um bis zu 40 Prozent gestiegen.



Drei Lösungsansätze 


Eine Preissenkung ist in den nächsten Monaten beziehungsweise Jahren nicht zu erwarten. Das ist und bleibt die neue Realität, auf die sich alle Unternehmen einstellen müssen – aber es empfehlen sich Lösungsansätze, wie IT-Projekte für alle Beteiligten auch in turbulenten Zeiten planbar bleiben:


  • Projektbezogene Bevorratung: Kurzfristige Lieferschwierigkeiten können Rollouts blockieren. Zur Prävention empfiehlt sich eine jeweils projektbezogene Bevorratung von PCs und Komponenten, die auch bei unabsehbaren Widrigkeiten genug Puffer schafft, um den Rollout nicht zu gefährden.


  •  Vertraglich fixierte Festpreis- und Liefer-Garantie: Mit einer Festpreis-Garantie können sich Unternehmen einen projektbezogenen Fixpreis inklusive Liefer-Garantie vertraglich zusichern lassen. Damit können sie ihre Budgets auch bei größeren IT-Projekten verlässlich planen und sich gegen kurzfristige Preissprünge während der Laufzeit absichern.


  • Transparente Kommunikation: Je volatiler die Märkte, desto wichtiger sind Verlässlichkeit und Vertrauen zwischen den Geschäftspartnern. Das gelingt am besten mit individuell zugeschnittenen Projektkalkulationen und einer transparenten und offensiven Kommunikation. Zum Beispiel in einer Herstellerinformation, die die Hintergründe der Preisgestaltung nachvollziehbar macht.



Fazit


Wir sind der turbulenten globalen Marktlage nicht hilflos ausgeliefert. Für unsere Kunden haben wir den Lagerbestand für volatile Produkte verdreifacht. So meistern wir auch diese Krise gemeinsam.“



Gastbeitrag von Mike Finckh






Kommentare


bottom of page