top of page
AW_Banner_it&t_755x120.jpg

Flughafen Wien baut 5G-Campusnetz weiter aus

13. Okt.
4 Min. Lesezeit

Der Aufbau des 5G-Campusnetzwerks am Flughafen Wien erreicht den nächsten Meilenstein. Fünf neue A1-Mobilfunkmasten wurden auf dem Flughafengelände errichtet. Bis Ende 2027 soll im Rahmen von „5GforVIE“ ein 5G-Standalone-Netz mit hybrider privat-öffentlicher Architektur entstehen. Vorgesehen sind insgesamt 25 Mobilfunk-Sendestationen und 130 Small Cells auf einer Fläche von rund zehn Quadratkilometern.



V.l.n.r.: Bela Virag, Managing Partner bei Arthur D. Little Austria GmbH, Susanne Ebm, Leiterin der IT am Flughafen Wien und Martin Resel, Stv. Vorstandsvorsitzender & CCO Enterprise von A1 Österreich (Foto: A1/ Flughafen Wien / David Bohmann)
V.l.n.r.: Bela Virag, Managing Partner bei Arthur D. Little Austria GmbH, Susanne Ebm, Leiterin der IT am Flughafen Wien und Martin Resel, Stv. Vorstandsvorsitzender & CCO Enterprise von A1 Österreich (Foto: A1/ Flughafen Wien / David Bohmann)

Der Flughafen Wien treibt gemeinsam mit A1 und der Strategieberatung Arthur D. Little den Aufbau einer eigenen 5G-MPN-Infrastruktur (Mobile Private Network) voran. Mit den fünf neu errichteten Mobilfunkmasten geht das Projekt von der Planung zunehmend in die konkrete Umsetzung am Standort über.


Das Campusnetz ist auf die Anforderungen eines internationalen Flughafens an Verfügbarkeit, Sicherheit und geringe Latenzzeiten ausgerichtet. Künftig soll die Infrastruktur eine Reihe digitaler und automatisierter Anwendungen im Flughafenbetrieb unterstützen – darunter autonome Fahrzeuge, Robotik, intelligente Kamerasysteme und KI-gestützte Prozesse.


Das von der Europäischen Union im Rahmen der Connecting Europe Facility (CEF) geförderte Projekt läuft bis Ende 2027. Geplant ist ein 5G-Standalone-Netz, das private und öffentliche Komponenten in einer hybriden Architektur verbindet.



25 Sendestationen und 130 Small Cells geplant


Die geplante Netzabdeckung erstreckt sich über rund zehn Quadratkilometer des Flughafengeländes. Insgesamt sollen 25 Mobilfunk-Sendestationen und 130 Small Cells errichtet werden.

„Mit der Errichtung der neuen 5G-Masten wird unser Campusnetzwerk jetzt auch am Standort sichtbar.

Wir schaffen damit die Infrastruktur für den Flughafenbetrieb von morgen. Autonome Fahrzeuge, Robotik oder intelligente Kamerasysteme werden in den kommenden Jahren immer stärker Teil des operativen Betriebs sein – dafür braucht es eine leistungsfähige und verlässliche Datenverbindung.

Mit A1 und Arthur D. Little haben wir starke Partner an unserer Seite, um dieses Zukunftsprojekt technisch und operativ erfolgreich umzusetzen“, erklärt Julian Jäger, Vorstand des Flughafen Wien.


Ein wesentliches Ziel ist die Integration des Campusnetzes in die vorhandene IT- und Betriebslandschaft des Flughafens. Das eigene Netz soll es ermöglichen, Verfügbarkeit, Sicherheit und Kapazitäten entsprechend den Anforderungen unterschiedlicher betrieblicher Prozesse zu steuern.

„Für uns ist entscheidend, dass wir die neue 5G-Infrastruktur passgenau in unsere bestehende IT- und Betriebslandschaft integrieren können.

Ein eigenes Campusnetz gibt uns dabei deutlich mehr Möglichkeiten, Verfügbarkeit, Sicherheit und Kapazitäten gezielt nach den Anforderungen einzelner Prozesse zu steuern.

Genau diese technische Flexibilität brauchen wir, wenn künftig immer mehr betriebliche Anwendungen vernetzt und in Echtzeit miteinander kommunizieren“, sagt Susanne Ebm, Leiterin der IT am Flughafen Wien.



5G für autonome Fahrzeuge, Robotik und Kameras


Das flughafeneigene 5G-Netz wird speziell auf betriebskritische Anwendungen ausgerichtet. Zu den vorgesehenen Einsatzgebieten gehören teilautonome und autonome Fahrzeuge für betriebliche Abläufe sowie intelligente Kameras zur Überwachung sensibler Bereiche und Zugänge.

Darüber hinaus soll die Infrastruktur eine zuverlässige Sprach- und Videokommunikation für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowohl innerhalb von Gebäuden als auch im Außenbereich ermöglichen.

Ein weiteres Einsatzgebiet ist die präzise Lokalisierung von Fahrzeugen, Geräten und anderen Betriebsmitteln. Dadurch sollen Ressourcen schneller eingesetzt, Engpässe frühzeitig erkannt und betriebliche Abläufe weiter optimiert werden können.


„Ein Flughafen stellt höchste Anforderungen an Kommunikationsinfrastruktur: Daten müssen schnell, stabil und zuverlässig verfügbar sein – auch bei hochkritischen Betriebsprozessen.

Mit dem Aufbau der neuen 5G-Infrastruktur entsteht am Flughafen Wien die technologische Basis, um genau diese Anforderungen künftig abzudecken. Die nun errichteten Standorte sind ein weiterer wichtiger Schritt von der Planung in die konkrete Umsetzung und zeigen, welches Potenzial moderne 5G-Technologie für komplexe industrielle Anwendungen bietet“, ergänzt Martin Resel, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und CCO Enterprise von A1 Österreich.



Zwei lokale Edge-Rechenzentren vorgesehen


Neben der 5G-Infrastruktur sind zwei lokale Edge-Rechenzentren vorgesehen. Sie sollen Anwendungen in den Bereichen Flughafenlogistik und Sicherheit direkt am Standort verarbeiten. Dadurch sollen besonders kurze Reaktionszeiten ermöglicht werden.

Die Kombination aus 5G, lokaler Datenverarbeitung und vernetzten Betriebsmitteln bildet damit die technische Grundlage für weitere Automatisierungsschritte. Dazu gehören laut Projektbeschreibung auch KI-gestützte Abläufe und autonome Mobilität.


„Mit den neuen 5G-Standorten geht 5GforVIE in die nächste entscheidende Phase: Aus dem technologischen Konzept wird konkrete Infrastruktur am Flughafen. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie europäische Fördermittel gezielt eingesetzt werden können, um kritische Infrastruktur leistungsfähiger, resilienter und zukunftssicher zu machen.

Der Flughafen Wien schafft damit nicht nur die Voraussetzungen für neue digitale Anwendungen, sondern setzt auch einen wichtigen Impuls für die Modernisierung des europäischen Verkehrs- und Logistiksektors“,

sagt Bela Virag, Managing Partner bei Arthur D. Little Austria.



EU fördert Projekt mit mehr als 4,1 Millionen Euro


„5GforVIE“ wird im Rahmen der Connecting Europe Facility von der Europäischen Union mit mehr als 4,1 Millionen Euro gefördert. Das Projekt stellt dabei neben der Digitalisierung des Flughafenbetriebs auch höhere Betriebssicherheit und nachhaltigere Prozesse in den Mittelpunkt.


Effizientere Abläufe und die Einbindung moderner Technologien sollen zu einer Verbesserung der CO2-Bilanz beitragen. Der Flughafen Wien will sich mit dem Projekt zugleich als Vorreiter bei der Anwendung von 5G-Technologien im europäischen Flughafensektor positionieren.


Bis Ende 2027 soll die geplante Infrastruktur mit ihren 25 Mobilfunk-Sendestationen, 130 Small Cells und zwei lokalen Edge-Rechenzentren die Basis für weitere digitale und automatisierte Anwendungen am Flughafen schaffen. Die jetzt errichteten fünf Mobilfunkmasten markieren dabei einen weiteren Umsetzungsschritt des 5G-Campusnetzes.



it&d business Redaktion



Kommentare


Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Bitte den Website-Eigentümer für weitere Infos kontaktieren.
bottom of page