ams OSRAM skaliert Microsoft Copilot im gesamten Unternehmen
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Mehr als drei Viertel der Mitarbeitenden in Büro- und Wissensfunktionen bei ams OSRAM nutzen bereits Microsoft Copilot. Das Industrieunternehmen setzt bei seiner KI-Transformation auf eine unternehmensweite Strategie, die Technologie, Governance und Qualifizierung gleichermaßen umfasst.

Die Einführung von Künstlicher Intelligenz entwickelt sich in vielen Unternehmen von einzelnen Pilotprojekten zu strategischen Transformationsinitiativen. Dabei rückt zunehmend die Frage in den Mittelpunkt, wie KI sicher, kontrolliert und gleichzeitig möglichst breit im Unternehmen eingesetzt werden kann. ams OSRAM verfolgt dafür gemeinsam mit Microsoft einen ganzheitlichen Ansatz. Im Rahmen der Initiative „Accelerate AI“ setzt das Unternehmen auf Microsoft Copilot als zentrale Plattform und kombiniert den Technologieeinsatz mit umfassenden Schulungs- und Governance-Maßnahmen.
KI soll Teil des Arbeitsalltags werden
Nach Angaben des Unternehmens bildet eine konzernweite AI-Strategie die Grundlage für die Einführung von Künstlicher Intelligenz. Diese umfasst technologische, organisatorische und regulatorische Aspekte und soll die Voraussetzungen schaffen, KI-Anwendungen strukturiert und nachhaltig zu skalieren.
Mit der Entscheidung für Microsoft Copilot verfolgt ams OSRAM das Ziel, KI nicht auf einzelne Expertenteams zu beschränken, sondern möglichst vielen Mitarbeitenden einen praktischen Zugang zu den neuen Werkzeugen zu ermöglichen. Dafür wurde ein umfangreiches Enablement-Programm aufgebaut. Dieses reicht von webbasierten Grundlagenschulungen über vertiefende Trainings für einzelne Fachbereiche bis hin zu einer eigenen AI Academy. Ergänzt wird das Angebot durch einen zentralen AI Information Hub, Community-Formate für den Wissensaustausch sowie ein Netzwerk von AI Leads in den verschiedenen Geschäftsbereichen.
Mehr als 75 Prozent nutzen Copilot bereits
Der strukturierte Ansatz zeigt sich nach Unternehmensangaben auch in den Nutzungszahlen. Bereits heute verwenden mehr als drei Viertel der Beschäftigten in Büro- und Wissensfunktionen Microsoft Copilot im Arbeitsalltag. Damit zählt die Einführung zu den breiter ausgerollten KI-Initiativen im industriellen Umfeld.
Ein wesentlicher Bestandteil der Strategie ist die frühzeitige Verankerung von Governance-Regeln. Themen wie Datenschutz, Datensicherheit und Responsible AI wurden laut ams OSRAM von Beginn an in die AI-Strategie integriert. Dadurch sollen klare Rahmenbedingungen für einen sicheren und verantwortungsvollen Einsatz von KI geschaffen werden.
„Mit ‚Accelerate AI‘ verfolgen wir das Ziel, Künstliche Intelligenz bei ams OSRAM breit nutzbar zu machen und gleichzeitig dort einzusetzen, wo sie echten Mehrwert schafft. Gemeinsam mit Microsoft schaffen wir so die Basis, um KI schrittweise in unsere Kernprozesse zu integrieren und unsere Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken“,
erklärt Markus Placzek, Head of IT Data & AI bei ams OSRAM.
Auch Microsoft sieht die organisatorische Verankerung als entscheidenden Erfolgsfaktor. Nach Einschätzung von Hermann Erlach, General Manager von Microsoft Österreich, hängt die erfolgreiche Skalierung von KI weniger von einzelnen Technologien als vielmehr von klarer Führung, der Befähigung der Mitarbeitenden und verbindlichen Leitplanken für den Einsatz der Technologie ab.
Erste Anwendungen in Produktmanagement und Fertigung
Parallel zum breiten Rollout setzt ams OSRAM bereits konkrete KI-Anwendungen in verschiedenen Unternehmensbereichen um. Zu den produktiven Einsatzszenarien zählt die automatisierte Übersetzung von Product Data Sheets in zehn Sprachen auf Basis von Azure AI Services. Dadurch sollen manuelle Aufwände reduziert sowie Qualität und Konsistenz der Inhalte verbessert werden.
Ein weiterer Anwendungsfall ist der sogenannte Maintenance Assistant für Produktionsumgebungen. Die Lösung unterstützt Mitarbeitende im Fertigungsbereich mit relevanten Informationen bei Maschinenstillständen oder Prozessunterbrechungen. Nach Unternehmensangaben wird dieser Use Case derzeit weiter skaliert und auf zusätzliche Fertigungsbereiche ausgeweitet.
Die Initiative verdeutlicht den Ansatz des Unternehmens, KI nicht isoliert als Technologieprojekt zu betrachten. Stattdessen sollen technologische Plattformen, organisatorische Strukturen und kulturelle Veränderungen gemeinsam entwickelt werden. Ziel ist es, Künstliche Intelligenz schrittweise in zentrale Geschäftsprozesse zu integrieren und die Technologie sowohl in administrativen Bereichen als auch in der industriellen Fertigung produktiv nutzbar zu machen.
it&d business Redaktion

