Weltweit performanter, sicherer Zugriff auf Konstruktionsdaten
- michaeldvorak30
- 28. Sept. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 15. Nov. 2025
Der Gleisbaumaschinenhersteller Plasser & Theurer ermöglicht seinen Konstrukteuren weltweit Zugriff auf virtuelle Konstruktionsarbeitsplätze auf einer Nutanix-Infrastruktur in Kombination mit Citrix – bei 80 Prozent weniger Administrationsaufwand.

Die Entwicklung moderner Gleisbaumaschinen erfordert die enge Zusammenarbeit interner und externer Konstrukteure über Ländergrenzen hinweg. Um hochperformante und sichere Arbeitsumgebungen bereitzustellen, hat der Linzer Technologieführer Plasser & Theurer seine Konstruktionsarbeitsplätze auf eine virtuelle Desktop-Infrastruktur (VDI) migriert. Zum Einsatz kommt eine hyperkonvergente Infrastruktursoftware (HCI) von Nutanix, ergänzt durch Citrix als VDI-Lösung.
Sensible Daten im eigenen Rechenzentrum
Die Individualisierung der Maschinen auf die Anforderungen internationaler Schienennetze macht die Zusammenarbeit mit externen Partnern notwendig. Gleichzeitig legt Plasser & Theurer größten Wert auf Datensicherheit. „Die sensiblen Konstruktionsdaten geben wir aber nicht gerne aus der Hand“, betont Daniel Glocker, IT-Projektmanager bei Plasser & Theurer. Nach Evaluierung verschiedener Optionen und Beratung durch den IT-Dienstleister Bacher Systems entschied sich das Unternehmen für den Betrieb einer eigenen VDI-Umgebung auf Basis von Nutanix. Das Setup umfasst einen Cluster mit drei Knoten samt NVIDIA A16-Grafikkarten, der im Rechenzentrum in Linz betrieben wird.
Virtuelle Desktops in Stunden verfügbar
Die Umstellung auf die neue Plattform erfolgte rasch. „Nutanix liefert uns eine schlüsselfertige Virtualisierungslösung, bei der Computing-, Storage- und Virtualisierungsressourcen nahtlos integriert sind. Mit dem Nutanix Plug-In für Citrix war es ein Kinderspiel, die Infrastruktur als Basis für die VDI-Umgebung einzurichten. So konnten wir schon nach wenigen Stunden die ersten virtuellen Desktops für die Konstrukteure hochfahren“, berichtet Daniel Glocker. Heute arbeiten rund 300 interne und externe Konstrukteure weltweit mit den Anwendungen – auch in Indien und Australien.
Weniger Aufwand, mehr Flexibilität
Parallel zur digitalen Arbeitsplatzinitiative wurde mit „WITKO“ ein KI-basierter Agent eingeführt, der IT-Koordinator:innen bei Neben Performance und Stabilität überzeugt vor allem die einfache Erweiterbarkeit. „Wir installieren einen neuen Node, informieren das Netzwerkteam – und sofort können 25 Anwender mehr auf der Plattform arbeiten“, erklärt Glocker. Auch Updates lassen sich unkompliziert verteilen: Änderungen am Master-Image werden getestet und mit einem Klick in der gesamten Umgebung ausgerollt. Glocker zieht ein klares Fazit: „Das gesamte Snapshot-Management ist durch die gute Integration von Citrix und Nutanix sehr elegant gelöst.“ Der administrative Aufwand habe sich dadurch um mindestens 80 Prozent reduziert.
Hohe Leistung und Ausfallsicherheit
In der Praxis zeigt sich die Infrastruktur nicht nur stabil, sondern auch schneller als erwartet. Einige Konstrukteure bevorzugen inzwischen die virtuellen Arbeitsplätze gegenüber lokalen Workstations, da die Reaktionszeiten auf dem Nutanix-Cluster teilweise besser sind. Auch die Ausfallsicherheit ist für das Unternehmen entscheidend. „In der Nutanix-Architektur gibt es keinen Single Point of Failure. Wir haben unterschiedliche Szenarien wie den Ausfall eines einzelnen Nodes getestet – der Failover lief dabei immer zuverlässig ab“, so Glocker.
Blick auf neue Szenarien
Die positiven Erfahrungen haben dazu geführt, dass Plasser & Theurer weitere Einsatzmöglichkeiten prüft. Insbesondere ressourcenintensive Simulationen und Berechnungen könnten künftig auf einem zusätzlichen Cluster laufen. „Die eingesetzten MATLAB-Lösungen sind sehr rechenintensiv und würden daher die Ressourcen eines Endgerätes stundenlang in Anspruch nehmen. Unsere Idee ist daher, die Rechenlast auf einen dedizierten HCI-Cluster zu verlagern. So könnten wir die Leistung der Nutanix-Plattform und der NVIDIA-GPUs nutzen, um komplexe Berechnungen und Datenanalysen zu beschleunigen – und so schneller neue Erkenntnisse für innovative Kundenlösungen zu gewinnen“, erläutert Glocker.
it&d business Redaktion





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