Security Operations Center: „Alarmanlage“ für die IT
- mb2813
- 15. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Bernhard Hochauer vom Security-Spezialisten Antares-NetlogiX, über die Rolle von Security Operations Center (SOC) als zentrale Schaltstelle, um die Lücke zwischen wachsenden Bedrohungen und fehlenden Ressourcen zu schließen: als zentrale Schaltstelle – rund um die Uhr und effizient.

Gezielte Cyberangriffe gehören heute zum Geschäftsalltag für Unternehmen jeder Größe. Ob Ransomware, Phishing oder Spionage – die Bedrohungslage verschärft sich laufend und wird zunehmend komplexer. Gleichzeitig fehlen in vielen Unternehmen die Ressourcen, um rund um die Uhr sicherheitskritische Ereignisse zu erkennen, schnell zu reagieren und Betriebsunterbrechungen zu minimieren. Für sie kann ein Security Operations Center (SOC) die ideale Lösung sein: Es fungiert als zentrale Einheit für die Überwachung, Analyse und Abwehr von Cyberangriffen, indem es kontinuierlich sicherheitsrelevante Daten aus der gesamten IT-Infrastruktur sammelt und diese auf verdächtige Aktivitäten analysiert. Bedrohungen werden in Echtzeit erkannt, durch definierte Prozesse und erfahrene Analysten effizient bearbeitet und nachvollziehbar dokumentiert.
Externes SOC: Antwort auf Fachkräftemangel und Ressourcenknappheit
Während ein SOC aus Kosten- und Ressourcengründen lange Zeit großen Konzernen vorbehalten war, empfiehlt es sich heute auch für mittelständische Unternehmen, die zunehmend Ziel von Cyberangriffen werden. Dies gilt insbesondere für Organisationen mit
• hohem Schutzbedarf (z. B. kritische Infrastruktur, Industrie, Versorger, Healthcare),
• komplexen IT-Landschaften oder hybriden Cloud-Umgebungen sowie
• besonderen Anforderungen an Compliance und Nachvollziehbarkeit von Sicherheitsmaßnahmen.
Der Aufbau eines eigenen SOC ist extrem aufwendig: Es erfordert spezialisierte Fachkräfte (mindestens zehn Personen), teure Technologien und einen 24/7-Betrieb. Ein extern gemanagtes SOC (Managed SOC) schließt diese Lücke: Unternehmen erhalten Unterstützung durch ein erfahrenes Team von Sicherheitsexperten, ohne eigene Ressourcen binden zu müssen. Gleichzeitig profitieren sie von modernster Technologie, automatisierten Erkennungsmechanismen und einem etablierten Incident-Response-Prozess. In unserem SOC beispielsweise überwachen wir die gesamte IT-Infrastruktur unserer Kunden: Das beginnt beim Client, geht über den Server bis hin zu den Firewall-Systemen und Infrastrukturkomponenten im Netzwerk. Wir verhindern Vorfälle, indem wir auf nahezu alle Eventualitäten vorbereitet sind und im Notfall die richtigen Entscheidungen treffen.

Managed SOC als Zusammenspiel aus Know-how und Technologie
Auch viele Software-Hersteller bieten Tools zur Bedrohungserkennung oder Endpoint Security. Doch diese Lösungen arbeiten meist isoliert und setzen stark auf Automatisierung. Ein Managed SOC hingegen geht deutlich weiter und kombiniert modernste Technologie mit menschlicher Expertise. Während KI-gestützte Systeme Alarme auslösen, bewerten erfahrene Analysten die Vorfälle, priorisieren Risiken und leiten gezielte Gegenmaßnahmen ein. Das Ergebnis sind weniger Fehlalarme, höhere Sicherheit und ein klarer Überblick über die gesamte Bedrohungslage.
Digitale Souveränität: Europäische SOCs im Fokus
In Zeiten wachsender Sensibilität für Datenschutz und digitale Souveränität spielt bei der Entscheidung für ein Managed SOC auch dessen Standort eine wichtige Rolle. Europäische SOCs unterliegen den strengen Vorgaben der DSGVO und garantieren, dass sicherheitsrelevante Daten nicht in Drittländer wie die USA abfließen. Für viele Unternehmen ist das ein zentraler Faktor, um Vertrauen und Compliance gleichzeitig sicherzustellen.
Sicherheit mit Weitblick
Ein Security Operations Center ist längst kein Luxus mehr, sondern eine zentrale Säule moderner IT-Sicherheit. Für viele Unternehmen ist der Betrieb eines externen SOCs in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen IT-Dienstleister wie Antares-NetlogiX der effektivste Weg, um Bedrohungen proaktiv zu begegnen, Compliance sicherzustellen und digitale Souveränität zu wahren – und das alles zu bezahlbaren Preisen. Gerade im Mittelstand oder bei kommunalen Betrieben ermöglicht dieses Modell, auf Augenhöhe mit großen Konzernen zu agieren – sicher, flexibel und zukunftsorientiert.
Gastbeitrag von Bernhard Hochauer





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